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Zytomegalie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Oktober 2013)

Die Zytomegalie (Cytomegalie, CMV-Infektion, Einschlusskörperchenkrankheit) ist eine Virusinfektion, die in der Regel unbemerkt verläuft. In Europa sind etwa 50 Prozent der Bevölkerung betroffen, fast alle gesunden Betroffenen bemerken aber gar nichts davon. Bei abwehrgeschwächten Personen oder Neugeborenen stellt sie jedoch ein ernstes Krankheitsbild dar.

Das Zytomegalie-Virus kann von der Schwangeren über die Plazenta auf das Ungeborene übergehen. Die meisten Kinder, die sich im Mutterleib mit Zytomegalie anstecken, kommen gesund zur Welt. Eine Infektion mit dem Zytomegalie-Virus (CMV) in der Schwangerschaft kann für das Ungeborene aber auch gefährlich sein.

Erwachsene stecken sich beim Geschlechtsverkehr, über Bluttransfusionen oder Organtransplantationen mit dem CMV an. Bislang ist nicht bekannt, wie lange die sogenannte Inkubationszeit – also die Zeit zwischen der Infektion und den ersten Symptomen der Erkrankung – bei Zytomegalie dauert. Experten gehen von etwa 20 bis 60 Tagen aus.

Mögliche Symptome einer Zytomegalie bei infizierten Neugeborenen sind geistige Behinderung, Taubheit, Sehstörungen, Lungenentzündung, Vergrößerung der Leber und der Milz und Blutarmut (Anämie). Eine CMV-Infektion in der Schwangerschaft kann auch eine Frühgeburt auslösen. Bei Erwachsenen mit geschwächtem Immunsystem sind häufig Lunge, Leber, Auge und Magen-Darm-Trakt betroffen. Bei hochgradiger Abwehrschwäche (z.B. AIDS, Organtransplantation) sind lebensbedrohliche Verläufe der Zytomegalie möglich.

Die Diagnose der Zytomegalie stellt der Arzt vor allem über die Symptome und indem er andere Erkrankungen ausschließt, die ähnliche Symptome hervorrufen. Der CMV kann auch direkt in Urin, Blut und Gewebeproben nachgewiesen werden.

Eine Therapie ist bei einer CMV-Infektion nur bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem und bei Schwangeren nötig. Immungeschwächte Patienten bekommen Medikamente, Schwangere erhalten dagegen spezielle Antikörper gegen das Zytomegalie-Virus, sogenanntes CMV-Immunglobulin.

Um einer Zytomegalie vorzubeugen, ist vor allem eine gute Hygiene wichtig – zum Beispiel durch häufiges Händewaschen. Eine Impfung gegen das CMV gibt es bislang nicht.






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