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Zungenkrebs

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Zungenkrebs ist ein relativ seltener, bösartiger Tumor, der vor allem im hinteren Drittel der Zunge zu finden ist. Experten vermuten, dass Alkohol und Tabak zu den möglichen Ursachen dieser Krebserkrankung gehören.

Zungentumoren gehören zur Gruppe der Kopf-Hals-Tumoren und breiten sich häufig auch auf benachbarte Strukturen, zum Beispiel den Kehlkopf, aus. Insbesondere Tumoren im hinteren Bereich der Zunge können dadurch schwerwiegende Gewebeschäden verursachen.

Ein typisches Anzeichen für Zungenkrebs ist ein Fremdkörpergefühl in Mund und Rachen sowie ein Brennen der Zunge und des Mundes. Später können Schluckbeschwerden hinzukommen. Der Arzt stellt die Diagnose, indem er den Mund untersucht und eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem entsprechenden Bereich entnimmt. Die Biopsie gibt Aufschluss, ob es sich dabei um Zungenkrebs handelt oder es einen anderen Grund für die Symptome gibt. Außerdem kann der Arzt mithilfe der Gewebeprobe feststellen, welche Art von Tumor vorliegt. Durch eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) klärt der Arzt ab, ob sich bereits Tochtergeschwulste (Metastasen) gebildet haben.

Wenn möglich, entfernt der Arzt den Zungenkrebs operativ. Gelingt es, den Tumor komplett herauszuschneiden, ist die Heilungschance gut. Im Anschluss an die Operation oder bei nicht zu operierenden Zungenkarzinomen kann eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Eine Chemotherapie ist in der Regel nur dann nötig, wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat.

Genaue Zahlen zur Häufigkeit von Zungenkrebs liegen nicht vor. Generell erkranken an bösartigen Tumoren des Rachens und der Mundhöhle, zu denen auch das Zungenkarzinom zählt, pro Jahr etwa 9.340 Männer und 3.490 Frauen. Das Haupterkrankungsalter liegt bei Männern bei 61, bei Frauen bei 65 Jahren. Der häufigste Tumor in diesem Bereich ist allerdings nicht das Zungenkarzinom, sondern der Kehlkopfkrebs (Kehlkopfkarzinom).

Nach der abgeschlossenen Behandlung von Zungenkrebs sollte eine regelmäßige Nachkontrolle stattfinden, um Krebsneubildungen (sog. Rezidive) frühzeitig erkennen und behandeln zu können. Dies verbessert die Prognose von Zungenkrebs deutlich.

Auch auf Rauchen und übermäßigen Alkoholgenuss zu verzichten, verringert die Wahrscheinlichkeit, dass Zungenkrebs erneut oder überhaupt entsteht.

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