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West-Nil-Fieber

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. April 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die meist nicht allzu schwer verläuft. Vor allem Vögel tragen das West-Nil-Virus (WNV) in sich, doch auch andere Tiere und Menschen können sich infizieren. Für die Übertragung der Krankheit sind Stechmücken verantwortlich.

Die Bezeichnung West-Nil-Fieber erhielt die Erkrankung im Jahr 1937, als man den bis dahin unbekannten Erreger erstmals im West-Nil-Distrikt von Uganda entdeckte. Da das West-Nil-Virus vom Tier auf den Menschen übertragbar ist, gilt die Erkrankung als sogenannte Zoonose.

Für das West-Nil-Fieber beim Menschen besteht keine Anzeigepflicht. Aber die Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Vogel oder Pferd gehört – wie beispielsweise die Maul- und Klauenseuche und Tollwut – zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen.

Durch frei lebende Vögel hat sich das West-Nil-Virus mittlerweile sehr weit verbreitet. In Europa trat das West-Nil-Fieber in den letzten Jahren vor allem in ost- und südeuropäischen Ländern auf (v.a. in Südrussland und Griechenland, aber auch z.B. in Rumänien, Ungarn und Italien) – besonders in Gegenden, in denen es im Spätsommer und Frühherbst viele Mücken gibt.

Die meisten Infektionen des Menschen mit dem West-Nil-Virus verlaufen ohne Symptome: Nur jeder fünfte Infizierte entwickelt ein West-Nil-Fieber mit typischerweise leichten grippeähnlichen Beschwerden.

Meist hält das West-Nil-Fieber nur ein paar Tage an und heilt dann von selbst. Vor allem bei alten oder immungeschwächten Menschen kann die Infektion allerdings in seltenen Fällen schwer oder sogar lebensbedrohlich verlaufen. Dann ist eine Behandlung im Krankenhaus ratsam, um bei Komplikationen sofort eingreifen zu können – wie zum Beispiel:

Es steht weder ein spezielles Medikament zur Behandlung noch eine Impfung gegen das West-Nil-Fieber zur Verfügung. Wirksame vorbeugende Maßnahmen bestehen darin, die Mücken zu bekämpfen und sich allgemein vor Insektenstichen zu schützen.



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