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West-Nil-Fieber
West-Nil-FieberStand: 26. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das West-Nil-Fieber ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die meist nicht allzu schwer verläuft. Vor allem Vögel tragen den Erreger in sich, doch auch Säugetiere (v.a. Pferde, aber auch Katzen) und Menschen können sich infizieren. Für die Übertragung der Krankheit sind Stechmücken verantwortlich. Die Bezeichnung West-Nil-Fieber erhielt die Erkrankung im Jahr 1937, als man den bis dahin unbekannten Erreger erstmals im West-Nil-Distrikt von Uganda entdeckte. Bei dem Erreger handelt es sich um ein als West-Nil-Virus (WNV) bezeichnetes Virus. Da es vom Tier auf den Menschen übertragbar ist, zählt das West-Nil-Fieber zu den sogenannten Zoonosen. Durch frei lebende Vögel hat sich das West-Nil-Virus mittlerweile sehr weit verbreitet. In Europa trat das West-Nil-Fieber im Sommer 2010 vor allem in Südrussland und Griechenland auf; vereinzelt infizierten sich Menschen auch in Rumänien, der Türkei, Ungarn und Italien. Für das West-Nil-Fieber beim Menschen besteht keine Anzeigepflicht – aber die Infektion mit dem West-Nil-Virus beim Vogel oder Pferd ist eine anzeigepflichtige Tierseuche (weitere anzeigepflichtige Tierseuchen sind z.B. die Maul- und Klauenseuche und die Tollwut). Nicht jede Infektion des Menschen mit dem West-Nil-Virus führt zu einem sogenannten West-Nil-Fieber mit typischerweise leichten grippeähnlichen Beschwerden – nur jeder fünfte Infizierte entwickelt entsprechende Symptome. Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus bleiben symptomlos. Um das West-Nil-Fieber zu diagnostizieren, ist eine Blutentnahme oder eine Liquorpunktion nötig, um den Erreger (im Blut) oder gegen den Erreger gebildete Antikörper (im Blut oder in der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit) nachzuweisen. Das West-Nil-Fieber hält meist nur ein paar Tage an und heilt dann ohne Therapie von selbst. Zur Behandlung sind zum Beispiel Bettruhe und Maßnahmen zur Linderung der Symptome hilfreich. In seltenen Fällen kann das West-Nil-Fieber bei Kindern, alten oder immungeschwächten Menschen allerdings schwer oder sogar lebensbedrohlich verlaufen. Dann ist eine Therapie im Krankenhaus ratsam, um bei Komplikationen (z.B. Hirnhautentzündung, Entzündung des Gehirns, Herzmuskelentzündung) sofort eingreifen zu können. Es gibt weder eine Impfung noch ein spezielles Medikament gegen das West-Nil-Fieber. Wirksame vorbeugende Maßnahmen bestehen darin, die Mücken zu bekämpfen und sich allgemein vor Insektenstichen zu schützen. Weiterlesen: West-Nil-Fieber: Definition Das könnte Sie auch interessieren
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