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Vorhofflimmern

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (23. April 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die besonders bei älteren Menschen häufig auftritt: Rund zehn Prozent der über 80-Jährigen sind davon betroffen. Zwar ist das Vorhofflimmern selbst nicht unmittelbar lebensbedrohlich – daraus können aber schwere Folgeschäden entstehen.

So können sich beim Vorhofflimmern zum Beispiel schneller Blutgerinnsel in den Vorhöfen (sog. Vorhofthromben) bilden. Entsprechend ist das Risiko für Embolien durch über die Blutbahn verschleppte Blutgerinnsel (z.B. für Schlaganfälle) infolge des Vorhofflimmerns erhöht.

Wie hoch das Schlaganfallrisiko durch Vorhofflimmern ist, hängt jedoch in hohem Maß von dessen Ursache ab.

Es kommen verschiedene Erkrankungen für ein Vorhofflimmern als Ursachen infrage – beispielsweise die koronare Herzkrankheit, eine Vorhofvergrößerung, eine Herzklappenerkrankung oder Bluthochdruck (Hypertonie). Auch Alkoholmissbrauch kann zu einem Vorhofflimmern führen. In etwa jedem zehnten Fall ist jedoch keine organische Ursache für die Herzrhythmusstörung festzustellen (sog. idiopathisches Vorhofflimmern).

Die mit einem Vorhofflimmern verbundenen Symptome können sehr unterschiedlich sein – möglich sind zum Beispiel:

Oft bemerken die Betroffenen das Vorhofflimmern aber auch gar nicht – vor allem, wenn es schon länger besteht.

Zur Diagnose ist bei Verdacht auf ein Vorhofflimmern ein Elektrokardiogramm (EKG) geeignet: Hier sind die beim Vorhofflimmern typischen kreisenden Erregungen der Vorhöfe zu erkennen.

Die gegen das Vorhofflimmern eingesetzte Therapie zielt darauf ab, den gestörten Herzrhythmus wieder in seinen normalen Sinusrhythmus zu überführen. Diese sogenannte Kardioversion kann auf zwei Arten gelingen:

Bei einem neu aufgetretenen Vorhofflimmern sind die Behandlungserfolge größer als bei einem chronischen Verlauf. Wer ein chronisches Vorhofflimmern und zusätzliche Risikofaktoren (wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz oder hohes Alter) hat, kann blutverdünnende Medikamente (sog. Antikoagulanzien) als vorbeugende Dauerbehandlung gegen Blutgerinnsel in den Vorhöfen einnehmen.

Unser Video zum Thema Vorhofflimmern veranschaulicht Ihnen, wie ein gesundes Herz funktioniert, was bei Vorhofflimmern passiert und wie man die Erkrankung behandelt!

Um einem Vorhofflimmern vorzubeugen, ist es wichtig, begünstigende Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck rechtzeitig zu behandeln. Zudem sind erste mögliche Anzeichen für ein Vorhofflimmern (wie Luftnot oder Kurzatmigkeit) ernst zu nehmen. Allgemein sind vorbeugend gegen alle Herzrhythmusstörungen folgende Maßnahmen empfehlenswert:



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