Vorhofflimmern: Antikoagulanzien

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (23. April 2015)

Bei Vorhofflimmern sind für eine gründliche Therapie Medikamente zur Blutverdünnung – sogenannte Antikoagulanzien – wichtig. Der Grund: Diese Form der Herzrhythmusstörung ist mit einem erhöhten Risiko für Blutgerinnsel in den Vorhöfen (Vorhofthromben) verbunden. Durch Vorhofflimmern mit gleichzeitigem Klappenschaden ist das Risiko, einen Schlaganfall aufgrund einer Herzembolie zu bekommen, etwa 15-mal höher als bei Menschen mit gesunden Herzen. Weitere Risikofaktoren sind:

Bei Vorhofflimmern kann die Therapie mit Antikoagulanzien vermeiden, dass Blutgerinnsel entstehen und Komplikationen auftreten.

Unter 65-Jährige mit einem Vorhofflimmern ohne einen der genannten Risikofaktoren und ohne strukturelle Herzerkrankungen können statt Antikoagulanzien täglich Acetylsalicylsäure einnehmen. Anders als die Antikoagulation bei Vorhofflimmern macht diese Therapie keine regelmäßigen Gerinnungskontrollen nötig. Für über 65-Jährige mit einem Vorhofflimmern oder altersunabhängig für Menschen mit Risikofaktoren (wie Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit beziehungsweise Herzinsuffizienz oder Erweiterung der Vorhöfe) ist es ratsam, immer Antikoagulanzien über den Mund (oral) einzunehmen.

Um die Behandlung steuern zu können, ist es nötig, den Gerinnungswert (INR-Wert) regelmäßig zu kontrollieren. Vor allem bei älteren Menschen mit Vorhofflimmern ist jedoch bei einer Therapie mit Antikoagulanzien das Blutungsrisiko stets erhöht.


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