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Vorhofflimmern

Antikoagulanzien

Stand: 26. Februar 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Vorhofflimmern sind für eine umfassende Therapie Medikamente zur Blutverdünnung – sogenannte Antikoagulanzien – wichtig: Vorhofflimmern ist mit einem erhöhten Risiko für Blutgerinnsel in den Vorhöfen (Vorhofthromben) verbunden. Mit einer Behandlung durch Antikoagulanzien (sog. Antikoagulation) lässt sich bei Vorhofflimmern vermeiden, dass Blutgerinnsel entstehen und Komplikationen auftreten. Durch Vorhofflimmern mit gleichzeitigem Klappenschaden ist das Risiko, einen Schlaganfall aufgrund einer Herzembolie zu bekommen, etwa 15-mal höher als bei Menschen mit gesunden Herzen. Ebenso erhöhen eine bestehende koronare Herzkrankheit, ein Diabetes mellitus, ein Bluthochdruck oder ein hohes Lebensalter das Risiko.

Unter 60-Jährige mit einem Vorhofflimmern ohne einen der genannten Risikofaktoren und ohne strukturelle Herzerkrankungen können statt Antikoagulanzien täglich Acetylsalicylsäure einnehmen. Anders als bei der Antikoagulation sind regelmäßige Gerinnungskontrollen bei dieser Therapie nicht nötig. Für über 60-jährige Menschen mit einem Vorhofflimmern oder altersunabhängig Menschen mit Risikofaktoren (wie Diabetes mellitus, koronare Herzkrankheit beziehungsweise Herzinsuffizienz oder Erweiterung der Vorhöfe) ist es ratsam, immer Antikoagulanzien durch den Mund (oral) einzunehmen.

Zur Therapiesteuerung ist es nötig, den (Gerinnungswert INR-Wert) regelmäßig zu kontrollieren. Vor allem bei älteren Menschen mit Vorhofflimmern ist jedoch bei einer Therapie mit Antikoagulanzien das Blutungsrisiko stets erhöht.

Weiterlesen: Vorhofflimmern: Verlauf

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