Vorhofflimmern: Formen

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (23. April 2015)

Beim Vorhofflimmern ist per Definition nach international anerkanntem Standard eine Einteilung in folgende Formen üblich:

  • neu aufgetretenes (akutes) Vorhofflimmern
  • anfallsartiges (paroxysmales) Vorhofflimmern mit einer Dauer von unter 48 Stunden
  • länger anhaltendes (persistierendes) Vorhofflimmern mit einer Dauer von mehr als 48 Stunden
  • dauerhaftes (permanentes) Vorhofflimmern ohne Rückspringen in den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus)

Im Gegensatz zum Vorhofflimmern sind beim Vorhofflattern die Vorhöfe gleichförmig erregt (mit einer Flatterfrequenz von 250 bis 350 Kontraktionen pro Minute), wobei die Pumpleistung der Vorhöfe aber ebenfalls herabgesetzt ist.

Häufigkeit

Vorhofflimmern ist häufiger als jede andere anhaltende Herzrhythmusstörung. In Deutschland haben insgesamt weit über eine Million Menschen ein Vorhofflimmern, wobei die Häufigkeit mit steigendem Alter zunimmt: Bei den über 60-Jährigen sind etwa 5 Prozent betroffen, während bei den über 80-Jährigen von einem Anteil von bis zu 16 Prozent auszugehen ist.

Der Grund dafür, dass das Vorhofflimmern in höheren Lebensjahren zunimmt, sind die im Alter vermehrt auftretenden Begleiterkrankungen des Herzens oder der Gefäße, wie beispielsweise eine koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck: Diese begünstigen das Entstehen der Herzrhythmusstörung.


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