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Vitiligo (Weißfleckenkrankheit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. Februar 2016)

© iStock

Die Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) ist eine nicht ansteckende Pigmentstörung der Haut. An den betroffenen Stellen bilden sich weiße, scharf begrenzte Flecken, die sich im Laufe der Zeit meist vergrößern.

Die typischen Anzeichen von Vitiligo entstehen, weil zunehmend Pigmentzellen der Haut und Schleimhaut zugrunde gehen. Diese Pigmentzellen – fachsprachlich Melanozyten – geben der Haut durch Produktion des Farbstoffes Melanin normalerweise ihre typische Färbung.

Vitiligo ist chronisch und schreitet meist fort, da immer mehr der Farbstoff produzierenden Pigmentzellen absterben. Der Grund dafür ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich greift das eigene Immunsystem der Betroffenen die Pigmentzellen an. Etwa jeder dritte Betroffene hat weitere Familienangehörige, bei denen sich die Weißfleckenkrankheit zeigt. Ärzte gehen davon aus, dass die Veranlagung für Vitiligo vererbt wird. Stress oder zu starkes Sonnenlicht kann die Entstehung der Weißfleckenkrankheit begünstigen. Selten betrifft Vitiligo auch das Auge und das Innenohr.

Beine mit Vitiligo © Jupiterimages/iStockphoto

Vitiligo am rechten Schienbein. Aufgrund der charakteristischen Symptome bezeichnet man Vitiligo auch als Weißfleckenkrankheit.

Besteht bei Ihnen der Verdacht auf Vitiligo, wird der Arzt Ihre Haut betrachten, Sie körperlich untersuchen und nach Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte befragen. Da Menschen mit Weißfleckenkrankheit häufiger an bestimmten Autoimmunerkrankungen leiden als der Bevölkerungsdurchschnitt, versucht der Arzt herauszufinden, ob entsprechende Hinweise auf eine solche Erkrankung bestehen. Ein kleines Blutbild und ein Schilddrüsentest zählen zu den Standarduntersuchungen. Erhärtet sich der Verdacht auf Vitiligo, überprüft der Arzt weitere Werte im Labor.

Gefährlich ist die Weißfleckenkrankheit zwar nicht, aber oft sehr belastend. Die Behandlung der Vitiligo erfolgt zunächst medikamentös (z.B. mit Kortikoiden, umgangssprachlich auch "Kortison" genannt) oder durch Bestrahlung mit UV-Licht. Betroffene können die Flecken auch optisch mithilfe von Kosmetika überdecken. Das ist besonders dann hilfreich, wenn der Patient sehr unter den weißen Hautflecken leidet.

Die farblosen Hautbereiche reagieren sehr empfindlich auf Sonnenlicht, daher der Tipp: Achten Sie bei der Weißfleckenkrankheit auf ausreichenden Sonnenschutz!



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