Anzeige

Anzeige

Viszerale Leishmaniose (Kala-Azar)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. Juni 2014)

© Jupiterimages/Hemera

Die viszerale Leishmaniose – auch Kala-Azar genannt – ist eine schwere Infektionskrankheit, die hierzulande selten auftritt. Die Betroffenen stecken sich meist auf Reisen durch Asien, Südamerika oder den Mittelmeerraum an.

Die viszerale Leishmaniose wird von Parasiten hervorgerufen. Es handelt sich dabei um Einzeller, sogenannte Leishmanien – daher auch der Name "Leishmaniose". Die Ansteckung mit diesen Parasiten erfolgt in der Regel über bestimmte Insektenarten. Sie tragen die Parasiten in sich und können sie über einen Stich auf den Menschen übertragen. Die Schmetterlingsmücke ist Hauptüberträger von Leishmanien.

Es gibt unterschiedliche Leishmanien-Arten. Je nachdem, mit welcher sich ein Mensch infiziert hat, entstehen verschiedene Formen der Leishmaniose: Bei der sogenannten kutanen und mukokutanen Leishmaniose sind die Haut und Schleimhäute betroffen. Die viszerale Leishmaniose wirkt sich hingegen auch auf die inneren Organe aus (lat.: viscera = Eingeweide).

Verglichen mit den anderen Leishmaniose-Formen ist die viszerale Leishmaniose die schwerste Erkrankung. Die Ausprägung der Symptome hängt aber individuell von der jeweiligen Erreger-Art und von der Abwehrlage des Betroffenen ab. So sind auch symptomlose Infektionen möglich. Typischerweise sind

  • Lymphknoten,
  • Milz,
  • Leber
  • und Knochenmark betroffen.

Die viszerale Leishmaniose kann plötzlich mit starkem Krankheitsgefühl und Fieber ausbrechen oder auch schleichend beginnen. Typische Symptome sind:

Auch die Leber und Milz sind oft angeschwollen, was vor allem bei erkrankten Kindern deutlich am aufgetriebenen Bauch erkennbar ist. Weitere Symptome einer viszeralen Leishmaniose sind Blutbildveränderungen, zum Beispiel eine Blutarmut (Anämie) oder Blutgerinnungsstörungen. Hautveränderungen kommen ebenfalls vor – die dunkle, fleckige Pigmentierung der Haut ist deshalb auch für den Beinamen Kala-Azar ("schwarze Haut") verantwortlich.

Seit es wirksame Medikamente gegen die viszerale Leishmaniose gibt, konnte die Sterblichkeit gesenkt werden; ohne Behandlung verläuft die Erkrankung allerdings häufig tödlich. Eine Impfung gibt es bisher nicht. Der viszeralen Leishmaniose können Sie vorbeugen, indem Sie sich auf Reisen vor Insektenstichen schützen.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst

Anzeige