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Viszerale Leishmaniose (Kala Azar)Viszerale Leishmaniose (Kala Azar): UrsachenStand: 26. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz ErregerDer Erreger der viszeralen Leishmaniose (Kala Azar) ist unter anderem Leishmania donovani, den C. Donovan und der britischen Tropenarzt Sir W.B. Leishman im Jahr 1900 in Indien entdeckten. Heute sind mehrere Leishmaniose-Unterarten bekannt, die sich je nach Verbreitungsgebiet unterscheiden. Leishmanien sind geißeltragende Einzeller (Protozoen). Als intrazellulär lebende Parasiten können sie nur innerhalb der Zellen ihres Wirts überleben. Sie lösen viele Tierseuchen aus und sind weltweit zu finden (außer Australien). Je nach Wirt und Entwicklungsstadium ändern sie ihre Form sowie die Position der Geißel.
ÜbertragungswegDer Lebenszyklus der Leishmanien findet in zwei Wirtsorganismen statt: In der Sand- oder Schmetterlingsmücke sowie im Menschen oder in anderen Wirbeltieren wie Hund, Fuchs, Wolf oder Nager. Während einer Blutmahlzeit nimmt die Mücke Leishmanien auf, die sich dann im Körper des Insekts vermehren. Mit einem weiteren Stich überträgt sie die Parasiten auf einen neuen Wirt. Abhängig vom Wirt kommen die Leishmanien in zwei verschiedenen Formen vor. In der Mücke vermehrt sich der Parasit als begeißelte (promastigote) Form. Im Wirbeltier erscheinen die Leishmanien als unbegeißelte (amastigote) Einzeller. In der Regel erfolgt die Übertragung der Leishmaniose von der Mücke auf den Menschen. Manchmal kann der Erreger aber auch direkt, zum Beispiel durch Organ- oder Blutspenden, übertragen werden. Es ist auch möglich, dass die Mutter die Parasiten schon vor der Geburt (pränatal) an das Ungeborene weiter gibt (transplazentare Übertragung). InkubationszeitDie viszerale Leishmaniose hat eine Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch) von einer Woche bis mehreren Monaten, manchmal sogar Jahren. Weiterlesen: Viszerale Leishmaniose (Kala Azar): Symptome Das könnte Sie auch interessieren
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