Startseite > Krankheiten > Viszerale Leishmaniose (Kala Azar) > Ursachen
Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Seltene Krankheiten
Sie sind noch nicht registriert? Kostenlos registrieren
Stand: 28. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die viszerale Leishmaniose (Kala Azar) hat als Ursachen bestimmte Parasiten aus der Familie der Leishmanien. Häufig handelt es sich um den ParasitLeishmania donovani, den C. Donovan und der britische Tropenarzt Sir W.B. Leishman im Jahr 1900 in Indien entdeckten. Heute sind mehrere Leishmanien-Unterarten bekannt, die sich je nach Verbreitungsgebiet unterscheiden.
Leishmanien sind geißeltragende Einzeller (Protozoen). Als intrazellulär lebende Parasiten können sie nur innerhalb der Zellen ihres Wirts überleben. Sie lösen viele Tierseuchen aus und sind weltweit zu finden
| Leishmaniose | Erreger |
|---|---|
| Viszerale Leishmaniose (Kala Azar) | Leishmania donovani, L. infantum, L. chagasi |
| Kutane Leishmaniose | Leishmania tropica, L. major, L. aethiopica, L. mexikana, L. brasiliensis |
| Mukokutane Leishmaniose | L. brasiliensis |
Der Lebenszyklus der Leishmanien findet in zwei Wirtsorganismen statt: Der eine Wirt ist dabei ein Insekt, nämlich die Sandfliege beziehungsweise Schmetterlingsmücke. Der andere Wirtsorganismus kann ein Mensch sein – aber auch Wirbeltiere wie Hund, Fuchs, Wolf oder Nagetiere kommen infrage. Der Wirtszyklus läuft folgendermaßen ab: Während einer Blutmahlzeit nimmt die Mücke die Leishmanien zum Beispiel von einem infizierten Hund auf. Die Parasiten können sich dann im im Körper des Insekts vermehren. Mit einem weiteren Stich überträgt die Mücke die Parasiten wieder auf einen neuen Wirt – zum Beispiel auf einen Menschen. Abhängig vom Wirt kommen die Leishmanien in zwei verschiedenen Formen vor. In der Mücke vermehrt sich der Parasit als begeißelte (promastigote) Form. Im Wirbeltier erscheinen die Leishmanien als unbegeißelte (amastigote) Einzeller.
In der Regel erfolgt die Übertragung der Leishmaniose von der Mücke auf den Menschen. Manchmal kann der Erreger aber auch direkt, zum Beispiel durch Organ- oder Blutspenden, übertragen werden. Es ist auch möglich, dass die Mutter die Parasiten schon vor der Geburt (pränatal) an das Ungeborene weiter gibt (transplazentare Übertragung).
Die viszerale Leishmaniose hat eine Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch) von zwei bis sechs Monaten, manchmal auch länger.
Weiterlesen: Viszerale Leishmaniose (Kala Azar): Symptome
Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...
Bilderpaarsuche ist ein Merkspiel, das Sie sicher noch aus Kindertagen kennen. Halten Sie Ihr Gedächtnis in Schwung und spielen Sie hier Bilderpaarsuche online! mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.