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Typhus, Paratyphus

(Stand: 30. September 2009)

Typhus ist eine schwere meldepflichtige Allgemeinerkrankung, die vor allem in den Entwicklungsländern vorkommt. Es handelt sich dabei um eine bakterielle Infektion mit Salmonella typhi, das durch Trinkwasser und kontaminierte Nahrungsmittel übertragen wird.

Nach einer Inkubationszeit von etwa zehn Tagen kommt es bei ausbleibender Behandlung zum typischen vierwöchigen Krankheitsverlauf mit hohem Fieber und erbsenbreiartigen Durchfällen. Daneben können auch innere Organe betroffen sein. Die Diagnose des Typhus erfolgt aus den klinischen Symptomen sowie durch den Nachweis der Erreger im Blut oder im Stuhl.

Seit der Entwicklung von Antibiotika, die zur Behandlung des Typhus eingesetzt werden, hat sich die Prognose deutlich gebessert. 99 Prozent aller Erkrankten überleben die Erkrankung, wenn sie behandelt werden. Unbehandelt führt der Typhus in etwa 20 Prozent der Fälle zum Tod. Es gibt auch eine orale Schutzimpfung, um bei Auslandsreisen der Erkrankung vorzubeugen.

Auch beim Paratyphus handelt es sich um eine Salmonelleninfektion, die jedoch in der Regel milder als der Typhus verläuft.

Weiterlesen: Typhus, Paratyphus: Definition

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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