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Typhus, Paratyphus

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (14. Dezember 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Typhus ist ebenso wie Paratyphus eine Krankheit, die durch Salmonellen entsteht. Im Gegensatz zu anderen Salmonelleninfektionen, bei denen Magen-Darm-Beschwerden (v.a. Durchfall) im Vordergrund stehen, machen sich Typhus und Paratyhphus jedoch typischerweise als Allgemeinerkrankung bemerkbar. Dabei verläuft Letzterer in der Regel milder.

Die Erreger von Typhus und Paratyphus sind zwar weltweit verbreitet, hierzulande jedoch selten. Besonders häufig treten die beiden Erkrankungen in Ländern mit unzureichenden hygienischen Bedingungen auf (v.a. in Afrika, Südamerika und Südostasien).

Dort passiert die Ansteckung sowohl mit Typhus als auch mit Paratyphus meist durch Trinkwasser oder Nahrungsmittel, die mit den erregerhaltigen Ausscheidungen von infizierten Menschen (d.h. Stuhl oder Urin) kontaminiert sind. Seltener übertragen sich die Erreger direkt von Mensch zu Mensch.

Wie viel Zeit zwischen der Infektion und dem Ausbruch der Krankheit vergeht, ist bei Typhus und Paratyphus unterschiedlich:

  • Typhus hat eine variable Inkubationszeit von 3 bis 60 Tagen,
  • Paratyphus eine kürzere von 1 bis 10 Tagen.

Beim Typhus kommt es dann ohne Behandlung zum typischen vierwöchigen Krankheitsverlauf: Die für Typhus kennzeichnenden Symptome sind hohes Fieber und erbsenbreiartige Durchfälle; daneben sind auch die Haut und innere Organe betroffen. Paratyphus kann ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen, dauert unbehandelt aber in der Regel nur bis zu zehn Tage an und ähnelt nicht selten einer reinen Magen-Darm-Erkrankung.

Gegen beide Krankheiten kommen Antibiotika zur Therapie zum Einsatz – dabei gilt: je früher, desto besser! Allerdings scheiden ein bis vier Prozent der Menschen mit Typhus oder Paratyphus trotz Antibiotika nach überstandener Infektion weiterhin Erreger aus (sog. Dauerausscheider) und stellen damit mögliche Krankheitsüberträger dar.

Um eine Infektion mit den Erregern von Typhus oder Paratyphus zu verhindern, sind bestimmte Verhaltensregeln zu beachten: beim Umgang mit Lebensmitteln auf ausreichende Küchenhygiene achten sowie nicht abgekochtes Wasser und rohe oder nicht ausreichend erhitzte Speisen vermeiden – dies gilt vor allem bei Aufenthalten in einem der typischen Verbreitungsgebiete.

Außerdem besteht die Möglichkeit, sich vor Typhus durch Impfung zu schützen. Die als Reiseimpfung gegen Typhus empfohlene Schluckimpfung wirkt mindestens ein Jahr (d.h. sie schützt vor der Erkrankung oder sorgt zumindest dafür, dass diese leichter verläuft). Die Schutzimpfung per Spritze wirkt bis zu drei Jahre. Gegen Paratyphus steht hingegen kein wirksamer Impfstoff zur Verfügung.



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