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Tumorschmerzen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. März 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Unter Tumorschmerzen verstehen Mediziner solche Schmerzen, die im Rahmen einer Krebserkrankung auftreten. Tumorschmerzen können die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränken, lassen sich heutzutage aber in den meisten Fällen ganz beseitigen oder zumindest gut kontrollieren.

Tumorschmerzen betreffen circa zwei Drittel aller Krebspatienten. Eine geeignete Schmerztherapie ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Krebstherapie. Dabei ist es wichtig, ob die Tumorerkrankung oder die Therapie die Schmerzen verursacht – oder ob andere, behandelbare Krankheiten die Ursache sind. Außerdem spielt die Art der Beschwerden eine Rolle, da akute Schmerzen anders therapiert werden als chronische Schmerzen.

Wie fast alle Medikamente haben auch Schmerzmittel Nebenwirkungen. Das hat in der Vergangenheit oft dazu geführt, dass besonders die starken Schmerzmedikamente (Analgetika) zögerlich eingesetzt wurden. Heute ist man sich einig, dass es gerade bei Krebspatienten die Lebensqualität deutlich erhöht, wenn Tumorschmerzen wirksam bekämpft werden. Bei neun von zehn Betroffenen führt die medikamentöse Behandlung zur völligen Schmerzfreiheit. Bei den meisten anderen lassen sich die Tumorschmerzen zumindest erheblich lindern. Außerdem stehen auch Medikamente zur Verfügung, welche manche typischen Analgetika-Nebenwirkungen wie Verstopfung oder Übelkeit abmildern können.

Tumorschmerzen lassen sich auf unterschiedliche Art bekämpfen. Die medikamentöse Schmerztherapie baut auf dem sogenannten Stufenplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf. Die Ärzte setzen dabei abhängig von der Stärke der Schmerzen

Die Schmerztherapie wird unter Umständen durch weitere Medikamente, sogenannte Koanalgetika (z.B. Antidepressiva), und durch Entspannungsmaßnahmen wie autogenes Training ergänzt.

Um abzuwägen, ob die nächste Stufe der Schmerztherapie genommen werden muss, ist eine regelmäßige Kontrolle der Schmerzstärke nötig. Dabei ist eine sogenannte Schmerzskala hilfreich. Der Patient kann dann zum Beispiel auf einer Skala von 0 (keine Schmerzen) bis 10 (stärkste Schmerzen) angeben, wie stark seine Tumorschmerzen sind. Je nachdem, welchen Wert er nennt, kann der Arzt abschätzen, ob er die Dosis der Schmerzmittel erhöhen oder auf ein anderes, stärker wirksames Mittel ausweichen sollte. Der Patient kann die jeweiligen Schmerzskala-Werte auch notieren und zum Beispiel in einem Schmerztagebuch festhalten. So können Arzt und Patient gemeinsam verfolgen, ob die Therapie anschlägt und die Tumorschmerzen dauerhaft bekämpft beziehungsweise auf einem erträglichen Niveau hält.

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