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Tinnitus (Ohrgeräusche)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (22. Oktober 2012)

Es pfeift, piept, brummt und scheppert im Ohr: Ohrgeräusche solcher oder ähnlicher Art tauchen oft plötzlich auf und können den Alltag belasten. Ein Tinnitus ist zwar nicht gefährlich, dennoch ist der Leidensdruck bei Betroffenen oft groß.

Unter Tinnitus versteht man im Allgemeinen die anhaltende oder wiederkehrende subjektive Wahrnehmung eines Tons oder Geräuschs. Andere Personen können den Ton oder das Geräusch dabei nicht hören (subjektiver Tinnitus).

Es gibt jedoch auch Ohrgeräusche, die nicht nur der Patient hört, sondern die auch der Arzt mit speziellen Geräten wahrnehmen kann (objektiver Tinnitus). Der objektive Tinnitus entsteht durch eine körpereigene Schallquelle, die nahe am Innenohr liegt, wie etwa durch anatomische oder physiologische Veränderungen (z.B. Gefäßverengungen).

Zwar können Lärmbelastung und Stress das Risiko für einen subjektiven Tinnitus erhöhen. Wie es jedoch tatsächlich zur Entstehung eines subjektiven Tinnitus kommt, ist bislang noch nicht vollständig geklärt.

Tinnitus ist genaugenommen keine Krankheit – sondern vielmehr ein Symptom, das verschiedene Ursachen haben kann.

Da Ohrgeräusche viele Ursachen haben können, müssen zur Diagnose andere Erkrankungen ausgeschlossen werden. Dazu nimmt der Hals-Nasen-Ohren-Arzt eine gründliche Untersuchung vor und führt Hörtests durch.

Im Rahmen einer Tinnitus-Behandlung erhält der Betroffene meist entzündungshemmende und durchblutungsfördernde Wirkstoffe in Form von Infusionen oder Tabletten. Entspannungstechniken können zusätzlich helfen, die Tinnitus-Symptome zu lindern. Im Falle eines akuten Tinnitus, also eines Tinnitus, der seit bis zu drei Monaten besteht, bessern sich mit die Beschwerden in etwa 70 Prozent der Fälle. Die Erfolgsaussichten einer Therapie sind bei Tinnitus umso besser, je früher die Behandlung beginnt.

Als hilfreich für den langfristigen Umgang mit Tinnitus hat sich die sogenannte Tinnitus-Retraining-Therapie erwiesen.






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