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Stand: 23. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Spreizfuß (Pes transversoplanus) ist die am häufigsten vorkommende Fußfehlbildung. Er entsteht im Lauf des Lebens und führt – wenn überhaupt – meist erst in der zweiten Lebenshälfte zu Beschwerden.
Für einen Spreizfuß kommen anlage- und umständebedingte Faktoren als Ursachen infrage. Dazu gehören beispielsweise Übergewicht oder auch unzweckmäßige Schuhe. Auch rheumatische Erkrankungen können zu einem Pes transversoplanus führen. Die für einen Spreizfuß typische Fehlbildung des Fußes besteht darin, dass aufgrund gespreizter Mittelfußköpfe das Quergewölbe des Fußes abgesenkt und der Vorderfuß verbreitert ist. Dadurch verlagern sich die Hauptbelastungspunkte beim Stehen und Gehen von außen nach innen auf nicht für eine solche Belastung ausgerichtete Fußteile. Dies ist die Ursache für die bei einem Spreizfuß möglichen Beschwerden:
Der Pes transversoplanus äußert sich durch Schwielen über dem zweiten und dritten Mittelfußknochen, die bei Belastung Schmerzen verursachen können. Häufig führt ein Spreizfuß im weiteren Verlauf zur Ausbildung weiterer Fuß- oder Zehenfehlstellungen (wie Hammerzeh, Krallenzeh, Hallux valgus). Wenn es nicht möglich ist, das eingesunkene Fußquergewölbe passiv auszugleichen, liegt ein sogenannter kontrakter Spreizfuß vor.
Die Diagnose erfolgt beim Spreizfuß anhand des äußeren Erscheinungsbilds und der auftretenden Symptome. Zusätzlich ist in einigen Fällen eine Röntgenuntersuchung sinnvoll. Eine Therapie ist nur dann nötig, wenn der Spreizfuß Beschwerden verursacht. Dabei kommen sowohl konservative (d.h. nicht-operative) Maßnahmen als auch operative Eingriffe infrage. Für die konservative Behandlung des Pes transversoplanus sind unter anderem orthopädische Einlagen verfügbar; durch Fußgymnastik lässt sich bei einem Spreizfuß die Muskulatur stärken (hilfreiche Übungen sind z.B. Greifübungen mit den Zehen). Gegen akute Reizzustände helfen eine vorübergehende Ruhigstellung, feuchte Umschläge und Schmerzmittel. Wenn dies alles nicht ausreicht, erfolgt eine Operation, um die Mittelfußknochen zu versetzen und zusätzlich zum Spreizfuß bestehende Fehlstellungen der Zehen zu beheben.
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