Spitzfuß: Diagnose beim Arzt

Veröffentlicht von: Till von Bracht (08. März 2016)

Ein Spitzfuß lässt sich anhand des typischen Erscheinungsbilds der Fußfehlstellung erkennen: Der Fuß ist dauerhaft in Richtung Fußsohle gebeugt (sog. Plantarflexion) und die Ferse dadurch hochgestellt. Dadurch können die Betroffenen die Ferse nicht auf den Boden bringen, sondern ihren Fuß nur mit dem Vor- und Mittelfußbereich aufsetzen.

Je ausgeprägter der Spitzfuß ist, desto weiter vorne setzen die Betroffenen den Fuß auf. In extremen Fällen treten die Betroffene auch mit dem Fußrücken auf (sog. Teufelsfuß).

Bei der ersten Untersuchung beurteilt der Arzt nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch das Gangbild und testet die passive Fußbewegung, um Hinweise auf die Art der Veränderungen zu erhalten. Nachfolgend sind weitere diagnostische Schritte nötig, um die genauen Ursachen des Spitzfußes zu klären.

Häufig weist die Krankheitsgeschichte (sog. Anamnese) auf Erkrankungen oder Ereignisse hin, die dem Spitzfuß zugrunde liegen könnten. Um bei der Diagnose gelähmte oder verkrampfte Muskelgruppen aufzuspüren, kann der Arzt Proben aus dem Muskelgewebe entnehmen (Muskelbiopsien) oder die Nervenfunktionen untersuchen: Bei der Elektromyographie beispielsweise misst der Arzt die von einem Muskel abgeleitete elektrischen Spannung.

Eine Röntgenaufnahme des Fußes klärt darüber auf, in welchem Ausmaß der knöcherne Fuß von der Fehlstellung betroffen ist. Darüber hinaus untersucht der Arzt mit Röntgenbildern von Knie, Hüfte und Wirbelsäule die Auswirkung der Spitzfußstellung auf das übrige Skelett.


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