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Soor, Candidose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. Dezember 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Soor ist eine Candidose (auch: Kandidose) – also eine Erkrankung durch Pilze der Gattung Candida –, die auf Haut oder Schleimhäute begrenzt ist. Sind andere Gewebe oder Organe befallen, liegt eine sogenannte systemische Candidose vor.

Candida-Pilze sind überall verbreitet und kommen sowohl beim Menschen als auch bei Tieren und Pflanzen vor. Als Ursachen für Soor und systemische Candidose kommen verschiedene Candida-Pilze infrage. Meistens entstehen Candidosen allerdings durch die Art Candida albicans.

Candida-Pilze sind bei vielen Menschen in der normalen Flora der Haut und Schleimhaut in geringer Zahl vorhanden, ohne Probleme zu bereiten. Unter bestimmten Voraussetzungen – zum Beispiel bei einem geschwächten Immunsystem, bei Diabetes mellitus, in der Schwangerschaft und nach Einnahme von Antibiotika oder Kortison – können sich die Hefepilze jedoch massiv vermehren und zu Soor oder einer systemischen Candidose führen.

Je nach seinem Ausmaß macht sich ein Candida-Befall sehr unterschiedlich bemerkbar. Soor verursacht nur örtlich begrenzte Symptome auf der befallenen Haut oder Schleimhaut: Typisch sind eine gerötete und juckende Haut (bei Hautpilz) beziehungsweise weiße bis gelbe Beläge auf betroffenen Schleimhäuten (z.B. bei Mundpilz). Die systemische Candidose kann dagegen schwerwiegende Symptome an den verschiedensten Körperstellen verursachen, da die Erreger im ganzen Körper verteilt sind – dazu gehören zum Beispiel:

Diagnostizieren lässt sich eine Candidose durch den Nachweis der ursächlichen Pilze: Nötig ist hierzu entweder – wie beim Soor – ein Abstrich der betroffenen Haut oder Schleimhaut, den der Arzt dann mikroskopisch untersucht, oder eine Gewebeprobe oder Blutprobe, um daraus den Erreger in einer sogenannten Kultur anzuzüchten.

Zur Therapie einer Candidose sind sogenannte Antimykotika (Antipilzmittel) geeignet: Bei Soor reicht eine örtliche Behandlung – zum Beispiel mit Salben oder Zäpfchen. Bei systemischem Pilzbefall kommen die Mittel als Tabletten oder Infusionen zum Einsatz.



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