Startseite > Krankheiten > Sichelfuß (Pes adductus)
Stand: 30. Juli 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Der Sichelfuß (Pes adductus) ist bei Säuglingen die häufigste Fußfehlstellung: Hierbei ist der Vorderfuß nach innen gedreht. Die Fehlstellung besteht selten schon bei der Geburt; meist bildet das Baby sie in den ersten Lebenswochen aus.
Die für einen Sichelfuß typische Fehlstellung entsteht dadurch, dass der Mittelfuß und die Zehen verstärkt nach innen gewölbt sind (Adduktionsstellung). Die Ferse bleibt dabei unverändert oder knickt nach innen ab.
Mögliche Ursachen für einen Sichelfuß sind:
Der Sichelfuß tritt häufig beidseitig auf, bereitet in der Regel jedoch weder Schmerzen noch schränkt er die Bewegungsfähigkeit ein. Wegen der typischen Fußfehlstellung kann ein Sichelfuß aber dazu führen, dass das betroffene Kleinkind einen stark nach innen gerichteten Gang zeigt. Die Diagnose kann anhand des Erscheinungsbilds und der körperlichen Untersuchung gelingen; mithilfe einer Röntgenuntersuchung kann der Arzt feststellen, welches Ausmaß die Fehlstellung beim Sichelfuß hat.
In den meisten Fällen verschwindet ein Pes adductus von allein. Bleibt der Sichelfuß bestehen, ist eine Behandlung ratsam. Meist reichen hierbei konservative (d.h. nicht-operative) Maßnahmen mit Verbänden oder Einlagen aus. Gelingt es nicht, den Sichelfuß so ausreichend zu korrigieren, kann eine Operation nötig sein. Bei Kindern kommen andere Methoden zur operativen Sichelfuß-Therapie zum Einsatz als bei Erwachsenen.
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