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Stand: 17. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Schwerhörigkeit ist eine häufige Erkrankung: Sie kann akut (plötzlich) oder chronisch (schleichend) verlaufen und vorübergehende oder bleibende Schäden verursachen. Da sie in gewissem Maße auch eine Alterserscheinung darstellt, sind ältere Menschen wesentlich häufiger betroffen als junge.
Etwa jeder fünfte Deutsche über 14 Jahren ist mehr oder weniger stark schwerhörig. Durch vermehrte Lärmbelastung der Ohren nimmt die Schwerhörigkeit mittlerweile auch bei jungen Menschen stark zu.
Schwerhörigkeit bedeutet für den Betroffenen meist eine deutliche Einschränkung. Besonders die alltägliche Kommunikation (unter anderem Telefonieren) stellt für schwerhörige Menschen häufig ein Problem dar. Unbehandelt schränkt eine Schwerhörigkeit das soziale Leben mehr oder weniger stark ein. Bleibt eine Hörschwäche bei Neugeborenen oder Kindern unerkannt, kann dies die Entwicklung beeinträchtigen. So sind Schallreize für Baby und Kleinkind wichtig, damit sich das Gehör optimal ausbilden kann. Auch ist das Hören für Kinder notwendig, um Sprechen zu erlernen.
Die Ursachen von Schwerhörigkeit sind dabei vielfältig und reichen von der Altersschwerhörigkeit über Infektionen bis hin zu chronischen Lärmschädigungen oder Tumoren. Eine Schwerhörigkeit kann auch angeboren sein, etwa wenn das Ohr oder bestimmte Nerven fehlgebildet sind. Auch kann das ungeborene Kind unter anderem durch Vireninfektionen (zum Beispiel Röteln), Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft oder Geburtskomplikationen geschädigt werden und eine Schwerhörigkeit entwickeln.
Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann eine Schwerhörigkeit meist sehr einfach feststellen und einordnen. Dazu führt er zunächst einen Hörtest durch, um die Hörfähigkeit zu prüfen. Weitere Tests und eventuell auch bildgebende Verfahren geben dem HNO-Arzt Hinweise auf die Ursachen der Schwerhörigkeit. Sowohl Therapie wie auch Prognose richten sich nach der Ursache der Hörminderung. Es kommen in manchen Fällen sowohl medikamentöse als auch operative Maßnahmen infrage. Häufig verschreibt der HNO-Arzt Hörhilfen, also Hörgeräte oder Hörersatzmittel. Diese gleichen dieSchwerhörigkeitganz oder teilweise aus.
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