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Schwerhörigkeit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Januar 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Schwerhörigkeit bedeutet, dass der oder die Betroffene ein verringertes Hörvermögen hat – also Töne zum Beispiel erst ab einer bestimmten Lautstärke wahrnehmen kann. Eine Schwerhörigkeit kann akut (plötzlich) auftreten und wieder verschwinden oder chronisch (dauerhaft) verlaufen.

Die Schwerhörigkeit selbst stellt keine eigene Erkrankung dar, sondern ist lediglich das Symptom einer bestehenden Erkrankung des Hörorgans. Sie tritt vor allem bei älteren Menschen als typische Alterserscheinung auf. In den letzten Jahren sind jedoch auch vermehrt junge Menschen als Folge einer hohen Lärmbelastung von Schwerhörigkeit betroffen.

Schwerhörigkeit bedeutet meist eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität. Besonders die alltägliche Kommunikation – zum Beispiel beim Telefonieren oder auch im normalen Gespräch – stellt für schwerhörige Menschen häufig ein Problem dar. Unbehandelt wirkt sich eine Schwerhörigkeit dadurch negativ auf Alltag und Sozialleben aus: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört die Schwerhörigkeit in den Industrienationen deshalb zu den sechs häufigsten Erkrankungen, welche die Lebensqualität der Betroffenen deutlich einschränken. Generell leidet in Deutschland etwa jeder Fünfte über 14 Jahren an einer behandlungsbedürftigen Schwerhörigkeit.

Bleibt eine Schwerhörigkeit bei Neugeborenen oder Kindern unerkannt, kann dies die Entwicklung beeinträchtigen. So sind Schallreize für Babys und Kleinkinder wichtig, damit sich das Gehör optimal ausbilden kann. Auch ist das Hören für Kinder notwendig, um das Sprechen zu erlernen – bei schwerhörigen Säuglingen und Kleinkindern ist die normale Sprachentwicklung gefährdet.

Die Ursachen von Schwerhörigkeit sind vielfältig und reichen von der Altersschwerhörigkeit über Infektionen bis hin zu chronischen Lärmschädigungen oder Tumoren. Eine Schwerhörigkeit kann aber auch angeboren sein, etwa wenn das Ohr oder bestimmte Nerven fehlgebildet sind. Auch Virusinfektionen (z.B. Röteln) oder Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft sowie Geburtskomplikationen können das Hörorgan des Kindes schädigen, sodass eine Schwerhörigkeit entsteht.

Wieso wird ein Mensch schwerhörig? Unser Video zum Thema Schwerhörigkeit zeigt Ihnen, wie diese Hörstörung entsteht!

Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) kann eine Schwerhörigkeit meist einfach feststellen und einordnen. Dazu führt er zunächst einen Hörtest durch, um die Hörfähigkeit zu prüfen. Weitere Tests und eventuell auch bildgebende Verfahren geben Hinweise auf mögliche Ursachen der Schwerhörigkeit. Sowohl Therapie als auch Prognose richten sich nach der Ursache der Hörminderung. Heutzutage gibt es viele verschiedene Therapiemöglichkeiten, um beinahe jede Form der Schwerhörigkeit zu behandeln. Es kommen in manchen Fällen sowohl medikamentöse als auch operative Maßnahmen infrage. Häufig verschreibt der HNO-Arzt Hörhilfen, also Hörgeräte oder Hörersatzmittel. Diese können die Schwerhörigkeit ganz oder teilweise ausgleichen.



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