Schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans, "Schnappfinger"): Konservative Therapie & Operation

Veröffentlicht von: Till von Bracht (20. April 2016)

Ein schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans; "Schnappfinger") wird in der Regel operativ behandelt. Eine Schnappfinger-OP ist kein großer Eingriff und in der Regel risikoarm. Dabei öffnet der Arzt die verengte Sehnenscheide. Ziel der Behandlung ist es, das Schnellen des Fingers zu unterbinden und die Bewegungsfreiheit wiederherzustellen.

Nur in leichten Fällen oder zu Beginn einer Tendovaginitis stenosans können manchmal auch nichtsteroidale Antiphlogistika (Diclofenac, Ibuprofen) die Beschwerden lindern. Häufig hilft auch eine mehrminütige Fingergymnastik in Seifenwasser gegen "Schnappfinger". Auch eine Kortison-Spritze in die betroffene Stelle trägt zur Verminderung der Schmerzen bei einem Schnappfinger bei. 

Jedoch können Medikamente und Gymnastik lediglich die Symptome der Tendovaginitis stenosans lindern, nicht aber deren Ursachen heilen.

Helfen diese konservativen Maßnahmen nicht, empfiehlt sich eine OperationDer Eingriff erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie). Der Arzt betäubt dabei nur die Nerven, die Hand und Finger versorgen. Während der Operation der Tendovaginitis stenosans öffnet der Mediziner die Stelle, an der die Sehnenscheide am stärksten verengt ist (in der Regel das A1-Ringband) und weitet die Sehnenscheide auf diese Art auf.

Im Anschluss an die Operation muss der Betroffene aktiv Fingerübungen durchführen. Damit kann er verhindern, dass sich die Finger versteifen.


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