Schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans, "Schnappfinger"): Diagnose beim Arzt

Veröffentlicht von: Till von Bracht (20. April 2016)

Aufgrund der typischen Beschwerden, die ein schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans; "Schnappfinger") hervorruft, stellt der Arzt die Diagnose meist schon im Rahmen der klinischen Untersuchung. Er lässt sich die Symptome genau beschreiben und fragt nach, wie lange sie bereits bestehen und wie oft sie auftreten.

Außerdem sieht sich der behandelnde Arzt die Finger des Patienten an und beobachtet insbesondere die Fingerbewegungen. Schließlich tastet er den oder die betroffenen Finger – und im Vergleich dazu auch oft die anderen Finger – gründlich ab.

Um andere Ursachen, zum Beispiel Knochenabsplitterungen oder Knochenauswüchse (Osteophyten), auszuschließen, fertigt er meist auch eine Röntgenaufnahme des betroffenen Fingers an.

Stellt der Arzt bei dem Patienten einen "Schnappfinger" fest, untersucht er ihn auch meist auf Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") oder die sogenannte Amyloidose (Erkrankung, bei der sich spezielle Eiweiße im Gewebe ablagern). Der Grund: Diese Erkrankungen können einen schnellenden Finger hervorrufen. Zudem untersucht der Arzt den Betroffenen auf Anzeichen einer rheumatoiden Arthritis oder eines Karpaltunnelsyndroms.


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