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Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Schlaganfall – auch Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult genannt – ist ein medizinischer Notfall und betrifft vor allem ältere Menschen.

Medizinisch korrekt sind die Bezeichnungen "Schlaganfall" und "Insult" beziehungsweise "Hirninsult". "Apoplex" und "Hirnschlag" sind dagegen veraltete Begriffe.

Mediziner unterscheiden grundlegend zwei Arten von Schlaganfall: Am häufigsten kommt der ischämische Insult vor. Dieser tritt auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn plötzlich durch ein Blutgerinnsel verschlossen wird (Hirnthrombose oder Hirnembolie). Dem hämorrhagischen Insult liegt dagegen eine Hirnblutung als Ursache zugrunde.

Sowohl beim ischämischen wie auch beim hämorrhagischen Hirnschlag wird das betroffene Hirngewebe nicht mehr ausreichend durchblutet, erhält dadurch zu wenig Sauerstoff und stirbt ab. Wichtigster Risikofaktor für einen Hirninfarkt ist Bluthochdruck.

Die Symptome bei einem Schlaganfall richten sich nach der betroffenen Region im Gehirn. Häufig kommt es zu einer halbseitigen Lähmung und Sprachstörungen. Treten solche sogenannten neurologischen Ausfälle nur vorübergehend und ohne bleibenden Schaden auf, kann es sich um eine Vorstufe eines Schlaganfalls handeln. Die Apoplex-Behandlung zielt in den ersten Stunden nach dem Hirnschlag darauf ab, die Sauerstoffversorgung der betroffenen Hirnregion wiederherzustellen, damit möglichst wenig Hirngewebe Schaden nimmt.

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In Deutschland zählt der Hirnschlag neben Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Etwa die Hälfte der Betroffenen ist über 70 Jahre alt. Einen ersten Schlaganfall überleben in Deutschland ungefähr 80 Prozent. Der Verlauf ist allerdings unter anderem davon abhängig, welche Bereiche des Gehirns geschädigt wurden und wie stark. Treten Komplikationen wie ein zweiter Hirninfarkt auf, wirkt sich dies negativ auf die Prognose aus.

Langfristig kann nach einem Schlaganfall eine konsequent durchgeführte Rehabilitation dazu beitragen, dass sich die Symptome wieder bessern oder sogar ganz verschwinden. Von einer frühzeitigen Rehabilitation profitieren besonders jüngere Menschen. Betroffene mit starken körperlichen Beeinträchtigungen haben die Chance, zumindest einen Teil ihrer Fähigkeiten wiederzuerlangen. Die Rehabilitation hat außerdem das Ziel, Komplikationen und Folgeschäden zu vermeiden.

Weiterlesen: Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult): Definition

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