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Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (27. Mai 2013)

Zu einem Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult) kommt es, wenn ein umschriebener Teil des Gehirns plötzlich keinen Sauerstoff mehr erhält. Es handelt sich um einen medizinischer Notfall, der umgehend von einem Arzt behandelt werden sollte. Schlaganfälle betreffen vor allem ältere Menschen – wichtigster Risikofaktor für einen Hirninfarkt ist ein zu hoher Blutdruck.

Hinweise auf einen Schlaganfall können sein:

Die genauen Symptome bei einem Schlaganfall richten sich danach, welche Region des Gehirns zu wenig Sauerstoff erhält. Treten die Symptome – auch neurologische Ausfälle genannt – nur vorübergehend und ohne bleibenden Schaden auf, kann es sich um eine Vorstufe eines Schlaganfalls handeln. Dann ist es wichtig, die Auslöser der Beschwerden zu identifizieren und mit einer geeigneten Therapie zu verhindern, dass es zu einem Schlaganfall kommt.

Mediziner unterscheiden grundlegend zwei Arten von Schlaganfall: Am häufigsten kommt der ischämische Insult vor. Dieser tritt auf, wenn ein Blutgefäß im Gehirn plötzlich durch ein Blutgerinnsel verschlossen wird (Hirnthrombose oder Hirnembolie). Im Gegensatz dazu führt in etwa jedem fünften Fall eines Schlaganfalls eine Hirnblutung zu einem sogenannten hämorrhagischen Insult.

Sowohl beim ischämischen wie auch beim hämorrhagischen Hirnschlag wird das betroffene Hirngewebe nicht mehr ausreichend durchblutet, erhält dadurch zu wenig Sauerstoff und stirbt ab.

Die Apoplex-Behandlung zielt in den ersten Stunden nach dem Hirnschlag darauf ab, die Sauerstoffversorgung der betroffenen Hirnregion wiederherzustellen, damit möglichst wenig Hirngewebe Schaden nimmt. Mediziner sprechen von "time is brain", was so viel bedeutet wie: Je schneller die Therapie erfolgt, desto mehr Hirngewebe lässt sich retten.

Ein Schlaganfall betrifft in etwa jedem zweiten Fall eine Person über 70 Jahre. Circa vier von fünf Betroffene überleben in Deutschland einen ersten Schlaganfall. Der Verlauf hängt unter anderem davon ab, welche Bereiche des Gehirns geschädigt wurden und wie stark. Treten Komplikationen wie ein zweiter Hirninfarkt auf, verschlechtert sich die Prognose. Ein Hirnschlag ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die in Deutschland neben Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen zu den häufigsten Todesursachen zählt.

Langfristig kann nach einem Schlaganfall eine konsequent durchgeführte Rehabilitation dazu beitragen, dass sich die Symptome wieder bessern oder sogar ganz verschwinden. Von einer frühzeitigen Rehabilitation profitieren besonders jüngere Menschen.

Betroffene mit starken körperlichen Beeinträchtigungen haben die Chance, zumindest einen Teil ihrer Fähigkeiten wiederzuerlangen. Die Rehabilitation hat außerdem das Ziel, Komplikationen und Folgeschäden zu vermeiden.






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