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Schlafapnoe: Atemaussetzer im Schlaf

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (13. Mai 2016)

© Jupiterimages/Goodshoot

Bei einer Schlafapnoe setzt nachts im Schlaf immer wieder die Atmung aus (Apnoe = Atemstillstand). Diese Atemaussetzer verhindern einen erholsamen Schlaf und bedeuten auf Dauer ein Risiko für das Herz-Kreislauf-System.

Die meisten Menschen mit Schlafapnoe schnarchen stark: Dann ist in der Regel eine Einengung (Obstruktion) der oberen Luftwege für die Atemaussetzer im Schlaf verantwortlich. Zu den Risikofaktoren für diese obstruktive Schlafapnoe gehören Übergewicht, Rauchen, Alkoholkonsum, Atemwegshindernisse (wie vergrößerte Mandeln) und verschiedene Erkrankungen (wie Diabetes mellitus).

Hinter nächtlichen Atempausen kann aber auch ein gestörter Atemantrieb stecken. Eine solche zentrale Schlafapnoe kann zum Beispiel durch eine Schädigung oder Hemmung des Atemzentrums im Gehirn entstehen, aber auch – vorübergehend – bei gesunden Menschen auftreten, etwa bei einem schnellen Aufstieg in große Höhe.

Die Schlafapnoe zählt zu den Schlafstörungen, denn: Wenn die Atmung vermindert ist oder ganz aussetzt, sinkt der Sauerstoff- und steigt der Kohlendioxidgehalt. Letzteres – die sogenannte Hyperkapnie – löst im Körper einen Alarm aus: Es kommt zur Weckreaktion, die den Atemaussetzer beendet. Auch wenn die Betroffenen davon nicht bewusst aufwachen, ist der Schlaf gestört.

Entsprechend verursacht eine Schlafapnoe eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit. Je nachdem, wie stark die Schlafstörung ausgeprägt ist, reichen die Folgen von vereinzelten Beschwerden und Einnicken bei anspruchslosen Tätigkeiten bis hin zu extremer Schläfrigkeit und Arbeitsunfähigkeit.

Um die Schlafapnoe zu lindern, ist es in den meisten Fällen schon hilfreich, auf Alkohol zu verzichten (v.a. abends), regelmäßige Schlafzeiten einzuhalten und bevorzugt in Seitenlage zu schlafen. Bei Übergewicht ist es in erster Linie sinnvoll, das Gewicht zu verringern. Sind die Atemaussetzer beim Schlafen auf eine Grunderkrankung oder ein mechanisches Hindernis in den oberen Atemwegen zurückzuführen, empfiehlt es sich, diese gezielt zu behandeln.

Reichen diese Maßnahmen nicht aus, kann beispielsweise eine nächtliche Beatmung weiterhelfen: zum Beispiel die CPAP (= continuous positive airway pressure, d.h. Positivdruckbeatmung mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck). CPAP-Geräte halten – über eine individuell angepasste Atemmaske – die Atemwege durch leichten Überdruck offen und wirken so der Schlafapnoe entgegen.



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