Schlafapnoe: Atemaussetzer im Schlaf

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. August 2017)

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Wer tagsüber extrem müde ist, hat vielleicht eine Schlafapnoe: Deren Folgen reichen von vereinzelten Beschwerden und Einnicken bei anspruchslosen Tätigkeiten bis hin zu extremer Schläfrigkeit und Arbeitsunfähigkeit.

In vielen Fällen ist eine Schlafapnoe auf Dauer auch ein Risiko für das Herz-Kreislauf-System. Darum empfiehlt es sich, etwas dagegen zu tun.

Was ist eine Schlafapnoe?

Eine Schlafapnoe ist eine schlafbezogene Atmungsstörung. Schlafbezogen heißt, dass die Störung nur oder hauptsächlich beim Schlafen auftritt.

Kennzeichnend für die Schlafapnoe ist, dass die Atmung im Schlaf immer wieder aussetzt (Apnoe = Atemstillstand). Die Bezeichnung Apnoe leitet sich vom griechischen Wort ápnoia ab, das Atemlosigkeit bedeutet. Die Schlafstörung ist durch zwei Kriterien definiert:

  • Die Atemaussetzer beim Schlafen dauern jeweils mindestens zehn Sekunden lang an.
  • Es treten mindestens fünf Atemaussetzer pro Schlafstunde auf.

Atempausen während des Einschlafens und im REM-Schlaf (REM = Rapid Eye Movement) zählen nicht dazu, da sie recht häufig und nicht ungewöhnlich sind. Auch bis zu fünf Atempausen pro Stunde weisen nicht auf eine krankhafte Schlafapnoe hin, sondern gelten als normal.

Die Schlafapnoe verhindert einen gesunden, erholsamen Schlaf. Denn wenn die Atmung vermindert ist oder ganz aussetzt, sinkt der Sauerstoff- und steigt der Kohlendioxidgehalt. Letzteres – die sogenannte Hyperkapnie – löst im Körper einen Alarm aus: Es kommt zur Weckreaktion, die den Atemaussetzer beendet. Auch wenn die Betroffenen davon nicht bewusst aufwachen, ist der Schlaf gestört.

Dementsprechend gehört die Schlafapnoe zu den Schlafstörungen.

Schlafapnoe: Was sind die Ursachen?

Die Schlafapnoe tritt in zwei Formen auf, deren Ursachen sich grundlegend unterscheiden: als obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS) und als zentrales Schlafapnoesyndrom (ZSAS).

Obstruktive Schlafapnoe

Die meisten Menschen mit Schlafapnoe schnarchen stark. Ursache für die wiederholten Atemaussetzer im Schlaf ist dann typischerweise eine Blockierung (bzw. Obstruktion) der Atemwege. Entsprechend heißt diese Form der Schlafstörung obstruktives Schlafapnoesyndrom (OSAS).

Die Atemmuskulatur arbeitet bei der obstruktiven Schlafapnoe ohne Unterbrechung weiter. Doch die Schlundmuskulatur erschlafft im Schlaf, sodass beim Einatmen ein Unterdruck entsteht, der die Atemwege verengt. Die Folgen sind ein Mangel an Sauerstoff (O2) bei gleichzeitigem Anstieg an Kohlendioxid (CO2) mit deutlich verlangsamter Pulsfrequenz. Der CO2-Anstieg (sog. Hyperkapnie) führt dazu, dass

  • im Gehirn der Atemantrieb steigt,
  • sodass die Betroffenen schneller und tiefer atmen (Hyperventilation),
  • sich die Atemwege wieder öffnen und
  • gleichzeitig die Herzfrequenz steigt.

Dabei wechseln die Betroffenen von einer tiefen in eine leichtere Schlafphase. Dieses sogenannte respiratorische Arousal stört den Schlaf und verursacht somit die bei einer Schlafapnoe typische Tagesmüdigkeit.

Wenn im Schlaf die Muskulatur am Gaumen erschlafft, sind bei Schlafapnoe die Atemwege blockiert (rechts). © iStock

Wenn im Schlaf die Muskulatur am Gaumen erschlafft, sind bei Schlafapnoe die Atemwege blockiert (rechts).

Folgende Faktoren können eine obstruktive Schlafapnoe begünstigen oder das Syndrom verschlimmern:

Zentrale Schlafapnoe

Wenn bei einer Schlafapnoe ab und zu keine Atembewegungen feststellbar sind, spricht das für ein zentrales Schlafapnoesyndrom (ZSAS). Hierbei setzt der Atemantrieb – und damit die Atemmuskulatur – immer wieder aus, weil die Atmungsregulation gestört ist.

Ursache für die zentrale Schlafapnoe ist eine Störung des Atemzentrums im Gehirn. Ist die Atemmuskulatur dadurch zeitweise funktionsuntüchtig, führt das ebenfalls zu Sauerstoffmangel mit Kohlendioxidanstieg und löst darüber eine Weckreaktion aus.

Die zentrale Schlafapnoe kommt beispielsweise bei der Cheyne-Stokes-Atmung vor: Dies ist eine bestimmte Form der periodischen Atmung, bei der die Betroffenen abwechselnd immer schneller und tiefer und dann wieder langsamer und flacher atmen, bis es zum Atemaussetzer kommt. Männer sind hiervon viel öfter betroffen als Frauen. Mögliche Ursachen sind:

  • geschädigtes Atemzentrum infolge einer Entzündung (Enzephalitis) oder von Durchblutungsstörungen im Gehirn
  • gehemmtes Atemzentrum (zentrale Atemdepression) durch bestimmte Medikamente, Drogen oder sonstige Substanzen
  • Herzerkrankungen, die mit einer verlangsamten Blutzirkulation einhergehen

Eine zentrale Schlafapnoe mit Cheyne-Stokes-Atmung findet sich bei ...

  • ... bis zu 50 Prozent aller Menschen, die eine Herzschwäche mit krankhaft verminderter Pumpfunktion (sog. systolische Herzinsuffizienz) haben.
  • ... rund 26 Prozent der Menschen, die kürzlich einen Schlaganfall hatten.

Allerdings kann auch ein gesunder Mensch eine zentrale Schlafapnoe bei Cheyne-Stokes-Atmung entwickeln – zum Beispiel, nachdem er in kurzer Zeit in große Höhe aufgestiegen ist (sog. höhenbedingte periodische Atmung).

In seltenen Fällen ist keine Grunderkrankung als Ursache für die Störung des Atemantriebs feststellbar: Mediziner bezeichnen dies als primäre zentrale Schlafapnoe.

Häufigkeit

Die obstruktive Schlafapnoe ist mit einem Anteil von rund 90 Prozent deutlich häufiger als die zentrale Form. Insgesamt haben von den über 40-Jährigen etwa 4 Prozent der Männer und 2 Prozent der Frauen ein obstruktives Schlafapnoesyndrom, wobei die Häufigkeit mit steigendem Lebensalter zunimmt.

Bei Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommt die obstruktive Schlafapnoe zwei- bis dreimal öfter vor als in der Normalbevölkerung. Zudem ist die Mehrzahl der Betroffenen deutlich übergewichtig.

Schlafapnoe: Die typischen Symptome

Für die Schlafapnoe sind vor allem zwei Symptome typisch:

  • (nur bei obstruktiver Schlafapnoe) lautes, unregelmäßiges Schnarchen (Rhonchopathie)
  • Tagesmüdigkeit mit Neigung zum Einschlafen, Sekundenschlaf

Die für eine Schlafapnoe kennzeichnenden Atemaussetzer im Schlaf wechseln sich ab mit Phasen, in denen die Atmung beschleunigt und tiefer ist (sog. Hyperventilation). Letzteres ist eine Weckreaktion des Körpers darauf, dass der Sauerstoffgehalt im Blut durch die Atempause sinkt (sog. Hypoxämie) und der Kohlendioxidgehalt steigt (sog. Hyperkapnie). Die Betroffenen wachen dabei aber meist nicht bewusst auf.

Der Schlafrhythmus ist durch die Schlafapnoe trotzdem gestört, sodass sich die Betroffenen im Schlaf nicht ausreichend erholen und nachfolgend chronischen Schlafmangel und Tagesmüdigkeit entwickeln.

Darüber hinaus kann eine Schlafapnoe viele weitere Symptome hervorrufen, wie:

Je nachdem, wie stark die Symptome ausgeprägt sind, teilen Mediziner die Schlafapnoe in folgende Schweregrade ein:

  • Latente Schlafapnoe: Die Betroffenen entwickeln nur vereinzelt Symptome – überwiegend, wenn sie vor dem Schlafengehen Alkohol getrunken oder ein Schlafmittel eingenommen haben oder nur schwer durch die Nase atmen können (z.B. wegen Schnupfen).
  • Leichte Schlafapnoe: Es kann passieren, dass die Betroffenen bei körperlich und seelisch anspruchslosen Tätigkeiten (z.B. beim Fernsehen oder Lesen) ungewollt einnicken.
  • Mittelschwere Schlafapnoe: Die Betroffenen neigen dazu, tagsüber dauernd einzuschlafen – selbst bei Tätigkeiten, die etwas Aufmerksamkeit erfordern. Ihre geistige Leistungsfähigkeit ist deutlich vermindert.
  • Schwere Schlafapnoe: Die Betroffenen sind ständig benommen und extrem schläfrig – sie schlafen sogar bei Tätigkeiten ein, die hohe Aufmerksamkeit erfordern (z.B. beim Steuern eines Kraftfahrzeugs).

Kennzeichnend für ein schweres Schlafapnoesyndrom ist eine chronische Ateminsuffizienz, bei der ständig die Blutgaswerte für Sauerstoff erniedrigt und für Kohlendioxid erhöht sind: Letzteres ist für die starke Benommenheit und Einschlafneigung verantwortlich. Zudem verursacht eine schwere Schlafapnoe folgende körperliche Symptome:

  • Das rechte Herz ist aufgrund eines erhöhten Widerstands in den Lungenarterien dauerhaft geschwächt und vergrößert (Cor pulmonale),
  • der Blutdruck ist zu hoch (arterielle Hypertonie) und
  • das Blut ist verdickt, weil sich die roten Blutkörperchen krankhaft vermehrt haben (Polyglobulie).

Wenn jemand mit einer schweren Schlafapnoe gleichzeitig fettleibig ist, spricht man vom sogenannten Pickwick-Syndrom, benannt nach der Figur Little Joe in Charles Dickens' Roman "Die Pickwickier".

Schlafapnoe: So läuft die Diagnose ab

Bei einer Schlafapnoe lassen die geschilderten Beschwerden zusammen mit den Beobachtungen einer dritten Person (z.B. zu Atemaussetzern oder zum Schnarchen) meist schon eine erste Diagnose zu.

Die Krankengeschichte kann der Arzt mithilfe standardisierter Fragebögen abfragen. Damit und durch eine körperliche Untersuchung lässt sich auch abklären, ob Anzeichen für typische Begleiterkrankungen der Schlafapnoe vorliegen (z.B. für Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Herzschwäche oder COPD).

Um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen, ist eine Blutuntersuchung hilfreich: Bei länger bestehender Schlafapnoe ist eine Vermehrung der roten Blutkörperchen nachweisbar, die durch den nächtlichen Sauerstoffmangel bedingt ist. Eine sogenannte Blutgasanalyse zeigt zudem, dass der Sauerstoffgehalt des Bluts bei gleichzeitig erhöhtem Kohlendioxidgehalt vermindert ist.

Eine Untersuchung im Schlaflabor kann zeigen, ob es sich um die obstruktive oder zentrale Form der Schlafapnoe handelt oder ob (noch) andere Schlafstörungen vorliegen. Dazu verbringt man eine Nacht in einer Schlafkabine, wo während des Schlafs in einer sogenannten Polysomnographie folgende Kenngrößen erfasst werden:

  • Hirnströme bzw. elektrische Aktivität des Gehirns (Elektroenzephalogramm, EEG)
  • Herzaktionen bzw. elektrischer Erregungsablauf am Herzen (Elektrokardiogramm, EKG)
  • elektrische Muskelaktivität am Kinn (Elektromyogramm, EMG)
  • Augenbewegungen (Elektrookulogramm, EOG)
  • Atemfrequenz
  • Sauerstoffgehalt des Bluts
  • Atemgeräusche
  • Atembewegungen von Brustkorb und Bauch
  • Körperlage

Das Ausmaß der Schlafapnoe kann der Arzt anschließend ermitteln, indem er aus der Anzahl der Atemaussetzer und Hypopnoen pro Schlafstunde den sogenannten Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) berechnet. (Als Hypopnoe bezeichnet man eine Phase flacher Atmung, bei der der Atemstrom mindestens zehn Sekunden lang deutlich verringert ist.) Durch eine Apnoe oder Hypopnoe fällt für gewöhnlich die Sauerstoffsättigung ab. Das führt einen Wechsel von einer tiefen Schlafphase in eine leichtere herbei (Weckreaktion, Arousal-Effekt). Ein AHI von fünf bedeutet, dass es im Mittel zu fünf Atempausen pro Schlafstunde kommt. Je höher der Wert, desto schwerwiegender die Schlafstörung.

Wenn Medikamente oder Drogen die Schlafapnoe verursacht haben, ist in der Regel keine Untersuchung im Schlaflabor nötig, um die geeignete Behandlung zu bestimmen.

Schlafapnoe: Welche Therapie hilft?

Bei einer Schlafapnoe zielt die Therapie darauf ab, die Atmung im Schlaf zu normalisieren. Die Chancen stehen gut, dass Sie diesem Ziel schon durch folgende Maßnahmen ein Stück näher kommen:

  • Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.
  • Halten Sie regelmäßige Schlafzeiten ein.
  • Schlafen Sie möglichst in Seitenlage (nicht in Rückenlage).
  • Verringern Sie vorhandenes Übergewicht.

Bleibt die Schlafapnoe trotz dieser Maßnahmen unverändert bestehen, empfiehlt sich eine nächtliche nicht-invasive Beatmung mit einem Atemtherapiegerät. Das Gerät erzeugt mithilfe eines Gebläses einen Überdruck und überträgt diesen über einen Schlauch und eine Maske (Nasen- oder Vollgesichtsmaske) zu Ihren Atemwegen. Diese sogenannte Positivdruckbeatmung soll Ihre Atemwege während des Schlafs offen halten und so Atempausen und Schnarchen vermeiden.

Die Beatmungstherapie ist bei jeder Form der Schlafapnoe hilfreich – egal, wodurch die Atemaussetzer im Schlaf bedingt sind. Diese Therapie ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn Sie:

  • bereit sind, sich auf die Behandlung einzulassen (das ist auch mit etwas Aufwand verbunden, weil Sie Schlauch und Maske täglich reinigen müssen) und
  • das Beatmungsgerät regelmäßig und dauerhaft verwenden.

Die modernen Geräte sind aber so klein, leicht und flexibel, dass die meisten Menschen gut mit der Behandlung klarkommen. Es stehen verschiedene Systeme zur Verfügung – am häufigsten kommt bei Schlafapnoe die Positivdruckbeatmung mit kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (engl. continuous positive airway pressure, CPAP) zum Einsatz. CPAP-Geräte arbeiten also mit einem Druck, der beim Ein- und Ausatmen gleich hoch ist.

Wichtig ist, die Beatmungstherapie in einer überwachten Umgebung in einem Schlaflabor mit ärztlichem Bereitschaftsdienst genau auf Sie einzustellen. Dort erhalten Sie auch eine individuell angepasste CPAP-Maske und lernen, wie man mit CPAP-Gerät und Maske umgeht. Ist dies geschafft, können Sie damit rechnen, dass sich die Schlafapnoe und die mit ihr verbundenen Probleme am Tag deutlich bessern.

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Eine CPAP-Behandlung wirkt nicht nur gegen die Schlafapnoe selbst, sondern verringert auch deren Folgerisiken deutlich.

Die Ursache der Schlafapnoe bleibt dabei allerdings bestehen: Die Beatmungstherapie wirkt nur symptomatisch. Das bedeutet, dass sie dauerhaft nötig ist. In manchen Fällen kann sie zu Nebenwirkungen führen, die aber meist harmlos und gut behandelbar sind: Wenn beispielsweise Ihre Nasen- oder Rachenschleimhäute zu stark austrocknen, lässt sich dies durch eine Salbe oder einen Warmluftbefeuchter beheben, den Sie an Ihr Beatmungssystem anschließen können.

Wenn Sie mit der Beatmungstherapie nicht zurechtkommen oder nur eine leichtere Schlafapnoe haben, können Sie sich auch beim Zahnarzt eine sogenannte Schnarchschiene (bzw. Protrusionsschiene) anpassen lassen. Die Schiene verhindert, dass Ihr Unterkiefer im Schlaf nach hinten rutscht und Ihren Rachenraum einengt. Das kann Ihre Atemaussetzer und das Schnarchen beim Schlafen verringern.

Ist die Schlafapnoe auf eine behandelbare Grunderkrankung oder ein mechanisches Hindernis in den oberen Atemwegen zurückzuführen, ist es in jedem Fall ratsam, gezielt dagegen vorzugehen. So können Sie beispielsweise vergrößerte Gaumenmandeln oder Nasenpolypen operativ beseitigen lassen.

Schlafapnoe: Was kann im weiteren Verlauf passieren?

Die bei Schlafapnoe typische Schläfrigkeit am Tag ist mit einem erhöhten Unfallrisiko verbunden und kann zu dauerhafter Arbeitsunfähigkeit führen.

Zudem bedeutet die häufige obstruktive Schlafapnoe, die meist mit Schnarchen einhergeht, ein erhöhtes Risiko für das Herz und das Gefäßsystem – unabhängig von Alter, Körpergewicht und bestehenden Stoffwechselerkrankungen. Zu den möglichen Auswirkungen der wiederholten Atemaussetzer im Schlaf gehören:

Die richtige Behandlung kann jedoch nicht nur die Schlafapnoe, sondern auch alle durch sie verursachten Beschwerden beseitigen, wodurch die Folgerisiken ebenfalls deutlich sinken.

Schlafapnoe: So können Sie vorbeugen

Einer Schlafapnoe vorbeugen bedeutet in erster Linie, alle Faktoren zu vermeiden oder auszuschalten, die das Risiko für Atemaussetzer im Schlaf erhöhen.

Der Hauptrisikofaktor für Schlafapnoe ist starkes Übergewicht (Adipositas): Über 80 Prozent der Menschen, bei denen im Schlaf wiederholt die Atmung aussetzt, sind übergewichtig. Die wichtigste vorbeugende Maßnahme lautet also: Übergewicht vermeiden beziehungsweise abnehmen! Dazu empfiehlt es sich, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und sich regelmäßig ausreichend zu bewegen.

Weitere vermeidbare Risikofaktoren für Schlafapnoe sind Alkohol und Nikotin. Zudem sollten Sie kurz vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten mehr zu sich zu nehmen, auf regelmäßige und ausreichende Schlafenszeiten achten und beim Schlaf die Seitenlage bevorzugen: Dies wirkt sich ebenfalls positiv auf die Schlafqualität aus.

Schlafapnoe: Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Schlafapnoe (Schlafapnoe­syndrom)":

Onmeda-Lesetipps:

Schnarchen (Rhonchopathie)
Arzneimittelinformationen zu Schlafstörungen
Forum Schlaf & Schlafstörungen

Linktipps:

www.dgsm.de
Auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) finden Sie Adressen von Schlaflaboren, Selbsthilfegruppen und viele weitere Infos.

Selbsthilfegruppen / Beratungsstellen:

Bundesverband Schlafapnoe Deutschland (BSD) e.V.
Vorsitzender Werner Waldmann
Panoramastraße 6
73760 Ostfilder
Tel.: +49 (0)711 4 78 06 96
Fax: +49 (0)711 4 59 94 95
info@bsd-selbsthilfe.de
www.bsd-selbsthilfe.de

Quellen:

Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2017

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.dede (Abrufdatum: 29.8.2017)

Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: HNO-spezifische Therapie der obstruktiven Schlafapnoe bei Erwachsenen. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 017/069 (Stand: September 2015)

Hahn, J-H.: Checkliste Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Stuck, B.A., Maurer, J.T., Schredl, M., Weeß, H.-G.: Praxis der Schlafmedizin. Springer, Berlin 2013

Arastéh, K., et al.: Duale Reihe Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2013

Lenarz, T., Boenninghaus, H.-G.: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Springer, Berlin 2012

Arnold, W., Ganzer, U.: Checkliste Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Thieme, Stuttgart 2011

Aktualisiert am: 29. August 2017

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