Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Scheidenpilz (Vaginalpilz)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. April 2013)

Scheidenpilz (Vaginalpilz, Vaginalmykose) tritt bei drei von vier Frauen mindestens einmal im Leben auf. Damit ist diese entzündliche Pilzinfektion der Scheidenschleimhaut eine der häufigsten Infektionen der weiblichen Geschlechtsorgane.

Andere Bezeichnungen für Scheidenpilz sind Soorvaginitis oder Soorkolpitis, was auf den häufigsten Auslöser einer Scheidenpilz-Infektion hinweist: Soor (auch Candidose genannt) ist eine durch Pilze der Gattung Candida (meist Candida albicans) verursachte Pilzinfektion. Die Begriffe Vaginitis und Kolpitis bedeuten Scheidenentzündung (lat. Vagina u. griech. Kolpium = Scheide; -itis = Entzündung).

Die Scheidenpilz-Erreger gelangen meist beim Geschlechtsverkehr in die Scheide. Aber auch mangelhafte Hygiene kann der Grund für die Übertragung der Pilze sein. Bei normal funktionierender Immunabwehr und ungestörtem Schutzmechanismus der Scheide rufen Pilze allerdings keine Infektion in der Scheide hervor: Normalerweise herrscht dort ein sehr saures, erregerfeindliches Milieu, das vor Vaginalpilz schützt. Nur unter bestimmten Voraussetzungen können in die Scheide gelangte Pilze als Krankheitserreger wirken und eine Vaginalmykose verursachen.

Man sieht Menschen in einer Fußgängerzone.

Scheidenpilz ist eine der häufigsten Infektionen bei Frauen.

Für einen Scheidenpilz kommen als Ursachen vor allem hormonelle Veränderungen (wie in der Schwangerschaft oder durch Einnahme der Antibabypille) und Diabetes infrage. Außerdem können weitere Faktoren, zum Beispiel Antibiotika oder übertriebene Körperhygiene mit Intimsprays und Scheidenspülungen, einen Scheidenpilz begünstigen.

Typische Scheidenpilz-Symptome sind vor allem ein weißlich-krümeliger Ausfluss aus der Scheide und ein starker Juckreiz in der Scheide. Außerdem können Frauen mit Scheidenpilz Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Schmerzen beim Wasserlassen haben.

Der Scheidenpilz ist oft schon anhand der charakteristischen Schleimhautveränderungen mit grau-weißlich krümeligen Belägen zu erkennen. Um die Diagnose der Scheidenpilz-Infektion zu sichern, macht der Arzt Abstriche, die er mikroskopisch untersucht und in Laboratorien schickt, in denen eine Anzucht der Erreger erfolgt. Zur Scheidenpilz-Behandlung kommen in der Regel speziell gegen Pilze wirksame Medikamente zum Einsatz, sogenannte Antimykotika. Ein konsequent behandelter Vaginalpilz verläuft in der Regel schnell und unkompliziert und tritt meistens nach seiner Heilung nicht wieder auf.






Anzeige