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Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Mai 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom) ist eine seltene Krebserkrankung, die die Scheide (Vagina) der Frau befällt. Sie betrifft vor allem ältere Frauen und tritt in nahezu einem Drittel der Fälle gemeinsam mit Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) auf. Eine Infektion mit humanen Papillom-Viren (HPV) gehört zu den Risikofaktoren für das Vaginalkarzinom.

Abhängig davon, von welchem Zelltyp ein Vaginalkarzinom ausgeht, lassen sich mehrere Arten von Scheidenkrebs unterscheiden:

Am häufigsten sind Plattenepithelkarzinome, bei denen sich der Tumor aus der obersten Zellschicht der Schleimhaut – dem sogenannten Plattenepithel – entwickelt: Etwa 95 Prozent aller bösartigen Tumoren der Scheide gehören zu dieser Form.

Entwickelt sich ein Scheidenkrebs direkt aus Zellen der Scheide, handelt es sich um einen primären Scheidenkrebs. Generell entstehen viele bösartige Tumoren der Scheide aber sekundär, das heißt aus Krebserkrankungen der benachbarten Organe und Gewebe (z.B. Vulvakarzinom oder Harnblasenkarzinom). In circa 30 von 100 Fällen geht dem Vaginalkarzinom ein Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) voraus.

Die Ursachen von Scheidenkrebs sind nicht vollständig geklärt. Bekannt sind allerdings Risikofaktoren, die die Bildung eines Vaginalkarzinoms begünstigen. Dazu gehören Infektionen mit den humanen Papillom-Viren (HPV) vom Typ 16 beziehungsweise 18.

Frühsymptome sind bei Scheidenkrebs selten. Es kann zu leichten Blutungen nach Sexualkontakt oder verstärktem Ausfluss aus der Scheide kommen – diese Symptome können jedoch auch im Rahmen anderer Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane auftreten. Meist entdeckt der Frauenarzt ein Vaginalkarzinom während der gynäkologischen Früherkennungsuntersuchungen.

Die Behandlung von Scheidenkrebs richtet sich nach seiner Ausbreitung. In erster Linie versuchen die behandelnden Ärzte, das Vaginalkarzinom operativ zu entfernen oder zu bestrahlen.

Wird ein Scheidenkrebs frühzeitig erkannt, ist eine vollständige Heilung möglich. Daher sollten Sie regelmäßig an den gynäkologischen Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen. Für Frauen ab dem 30. Lebensjahr ist zudem die spezielle Untersuchung der Scheide im Rahmen dieser Früherkennung empfohlen.

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