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Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis)ForumGynäkologie
Forenexperte: Dirk Glöckner
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Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis)Stand: 18. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Die Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis) ist die häufigste Erkrankung der weiblichen Geschlechtsorgane. Durch verschiedene Erreger und einen gestörten Schutzmechanismus der Scheidenschleimhaut entzündet sich die Scheide. Normalerweise ist die Scheide geschlechtsreifer Frauen durch das Scheidenmilieu (mit einem mittleren pH-Wert von etwa vier) und die intakte Schleimhaut vor einer Scheidenentzündung geschützt. Dieser Schutz besteht sogar, wenn viele Erreger von außen in die Scheide gelangen. Ist der Schutzmechanismus der Scheide gestört (z.B. durch eine Antibiotika-Therapie, Östrogenmangel, Diabetes mellitus oder mechanische Einflüsse wie Tampons), können die verschiedensten Erreger eine Kolpitis verursachen. Vorwiegend kommen Bakterien und Pilze als Ursachen einer Scheidenentzündung infrage. Ihre Übertragung geschieht häufig beim Geschlechtsverkehr (damit zählt die Scheidenentzündung zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen), aber auch mangelhafte Hygiene kann zu einer Kolpitis führen. Das Hauptsymptom einer Scheidenentzündung ist vermehrter Ausfluss. Gelegentlich treten auch brennende Schmerzen oder Juckreiz in der Scheide auf. Eine Kolpitis ist bereits bei der Untersuchung anhand der Schleimhautveränderungen diagnostizierbar. Die Behandlung einer Kolpitis richtet sich nach dem jeweils zugrunde liegenden Erreger. In den meisten Fällen ist es ratsam, den Partner der von einer Scheidenentzündung betroffenen Frau ebenfalls zu behandeln. Die eher seltene Scheidenentzündung bei Kindern ist ein Sonderfall: Meist sind hier neben der Scheide auch die äußeren primären Geschlechtsorgane (die Scham bzw. Vulva) betroffen (sog. Vulvovaginitis). Durch den Östrogenmangel bei Mädchen vor der Pubertät ist das Scheidenmilieu nicht sauer, sodass sich Bakterien leicht vermehren können. Eine solche bakterielle Kolpitis hat ihre Ursache häufig in einer Schmierinfektion (z.B. durch Escherichia coli aus dem Analbereich) oder einem Fremdkörper. Bei unklarer Kolpitis-Ursache ist es wichtig, auch an sexuellen Missbrauch zu denken. Eine Scheidenentzündung bei Mädchen wird örtlich mit Kaliumpermanganat-Bäder behandelt. Hartnäckige Scheidenentzündungen werden mit Antibiotika beziehungsweise östrogenhaltigen Salben therapiert. Weiterlesen: Scheidenentzündung (Kolpitis, Vaginitis): Definition Das könnte Sie auch interessieren
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