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Scharlach

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (06. Juli 2016)

© Jupiterimages/Creatas Images

Scharlach ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit, die in der Regel im Kindesalter auftritt. Die Erkrankung kann aber auch in allen anderen Altersgruppen ausbrechen.

Die Bakterien aus der Gruppe der Streptokokken (A-Streptokokken) befallen typischerweise die Schleimhäute und werden meist durch Tröpfcheninfektionen (Niesen, Husten) übertragen.

Scharlach beginnt plötzlich mit

Im weiteren Verlauf entsteht ein Hautausschlag am gesamten Körper. Typisch ist eine gerötete Zunge, die sogenannte Himbeerzunge. Der Ausschlag am Körper besteht aus roten, etwa stecknadelkopfgroßen Flecken.

Die typischen Scharlach-Symptome entstehen durch ein Gift (Toxin), das die Bakterien herstellen. Wer an Scharlach erkrankt ist kann andere schon anstecken, während er selber noch keine Beschwerden hat. Diese sogenannte Inkubationszeit (Zeit von der Infektion bis zu den ersten Symptomen) beträgt bei Scharlach ein bis drei Tage.

Eine einmal durchgemachte Scharlach-Erkrankung hinterlässt einen lebenslangen Schutz gegen die auslösende Streptokokkenuntergruppe. Es ist jedoch möglich, sich mit einer anderen Untergruppe erneut mit Scharlach zu infizieren.

Bei Scharlach reichen die äußeren Krankheitszeichen für eine sichere Diagnose meist nicht aus, da auch verschiedene Viren ähnliche Symptome hervorrufen können. Aus diesem Grund führt man bei Verdacht auf Scharlach einen Nachweis von A-Streptokokken mit einem Schnelltest oder einer Bakterienkultur durch.

Mögliche Komplikationen der Erkrankung: Die Scharlach-Infektion kann sich über den Blutweg in den gesamten Körper ausbreiten und zu Folgeschäden durch das von den Bakterien gebildete Gift führen. Ärzte therapieren Scharlach in erster Linie mit dem Antibiotikum Penicillin.

Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht. Deshalb sollten Eltern ihre erkrankten Kinder behandeln lassen und erst wieder in die Schule oder den Kindergarten schicken, wenn sie nicht mehr ansteckend sind. So können sich nicht noch weitere Kinder mit Scharlach infizieren.



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