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Rückenschmerzen

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (30. Juni 2014)

Rückenschmerzen zählen mit zu den häufigsten Beschwerden: Abgesehen von Infekten sind sie in Deutschland der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen.

Meistens sind Rückenschmerzen harmlos und verschwinden oft nach wenigen Tagen spontan und ohne Behandlung – deshalb suchen viele bei kurzen Rückenschmerz-Episoden auch keinen Arzt auf.

Während manche Betroffene nur gelegentlich unter Rückenschmerzen leiden, treten sie bei anderen immer wieder auf. Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Symptome länger als zwölf Wochen anhalten. Hiervon ist in Deutschland etwa jede fünfte Frau und jeder siebte Mann betroffen.

Rückenschmerzen können sowohl körperliche als auch psychische Ursachen (z.B. Stress) haben – oft beeinflussen sich diese Komponenten gegenseitig.

In vielen Fällen ist jedoch einfach zu wenig Bewegung beziehungsweise eine schwache Rücken- und Bauchmuskulatur die Ursache der Rückenschmerzen. Einseitige Haltungen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, können Rückenschmerzen fördern.

Häufig gibt es Vorboten für Rückenschmerzen, die viele Betroffene jedoch nicht unmittelbar als solche wahrnehmen. So gehen Rückenschmerzen beispielsweise oft verspannte Muskeln voraus. Auch eine Morgensteifigkeit der Gelenke und des Rückens können Vorzeichen für Rückenschmerzen sein.

Bei leichten Rückenschmerzen genügt oft schon ein wenig Wärme, um die Beschwerden zu lindern. Aber auch Schmerzmittel können bei Rückenschmerzen sinnvoll sein, um den Schmerz zu unterbrechen und eine normale Bewegung zu ermöglichen. So lässt sich verhindern, dass ein Kreislauf entsteht, bei dem der Betroffene durch die Schmerzen unbewusst eine Schonhaltung zu Schmerzvermeidung einnimmt, die jedoch auf Dauer wiederum selbst zu Schmerzen führen kann.

Sport und Bewegung sind ein wichtiger Teil der Behandlung von Rückenschmerzen – und helfen gleichermaßen beim Vorbeugen von Rückenschmerzen, wenn sie die Rücken- und Bauchmuskulatur stärken.

Ziel der Rückenschmerz-Therapie ist es vor allem, die Symptome zu lindern und den Betroffenen möglichst rasch einen schmerzfreien Alltag mit gewohnten Bewegungsabläufen zu ermöglichen.






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