Anzeige

Anzeige

Rückenschmerzen – wenn der Rücken Ärger macht

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (28. März 2017)

© iStock

Rückenschmerzen zählen mit zu den häufigsten Beschwerden: Abgesehen von Infekten sind sie in Deutschland der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen.

Meist sind Rückenschmerzen harmlos und verschwinden oft nach wenigen Tagen spontan und ohne Behandlung – deshalb suchen viele bei kurzen Rückenschmerz-Episoden auch keinen Arzt auf. Während manche Betroffene jedoch nur gelegentlich unter Rückenschmerzen leiden, treten sie bei anderen immer wieder oder länger auf. Von chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn die Symptome länger als zwölf Wochen anhalten. Das betrifft in Deutschland etwa jede fünfte Frau und jeden siebten Mann.

Rückenschmerzen können sowohl körperliche als auch psychische Ursachen (z.B. Stress) haben – oft beeinflussen sich diese Komponenten gegenseitig.

In vielen Fällen ist jedoch einfach zu wenig Bewegung beziehungsweise eine schwache Rücken- und Bauchmuskulatur die Ursache der Rückenschmerzen. Einseitige Haltungen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, können Rückenschmerzen fördern.

Häufig gibt es Vorboten für Rückenschmerzen, die viele Betroffene aber nicht unmittelbar als solche wahrnehmen. So gehen Rückenschmerzen beispielsweise oft verspannte Muskeln voraus. Auch eine Morgensteifigkeit der Gelenke und des Rückens können Vorzeichen für Rückenschmerzen sein.

Anzeige

Bei leichten Rückenschmerzen genügt häufig schon ein wenig Wärme, um die Beschwerden zu lindern. Aber auch Schmerzmittel können bei Rückenschmerzen sinnvoll sein, um den Schmerz zu unterbrechen und eine normale Bewegung zu ermöglichen. So lässt sich verhindern, dass ein Kreislauf entsteht, bei dem der Betroffene durch die Schmerzen unbewusst eine Schonhaltung zu Schmerzvermeidung einnimmt. Denn solche Schonhaltungen können auf Dauer wiederum selbst zu Schmerzen führen.

Sport und Bewegung sind ein wichtiger Teil der Behandlung von Rückenschmerzen – und helfen gleichermaßen beim Vorbeugen von neuen Rückenschmerzen, wenn sie die Rücken- und Bauchmuskulatur stärken.

Ziel der Rückenschmerz-Therapie ist es vor allem, die Symptome zu lindern und den Betroffenen möglichst rasch einen schmerzfreien Alltag mit gewohnten Bewegungsabläufen zu ermöglichen.

Anzeige



Anzeige