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Rosacea: kontrollierbare Hautkrankheit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Oktober 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Rosacea (bzw. Rosazea) ist eine entzündliche, schubweise verlaufende, chronische Hautkrankheit mit vielen – teils veralteten – Namen, wie:  Couperose, Gesichtsrose, Kupferrose, Kupferfinnen oder Rotfinnen. Sie beginnt meist im mittleren Lebensalter und befällt in erster Linie das Gesicht. Besonders betroffen sind lichtempfindliche und hellhäutige Menschen.

Die Rosacea kann sich über mehrere Stadien entwickeln – meist beginnt sie mit zunehmender Talgüberproduktion (Seborrhö), bei der aber keine Mitesser auftreten. Die Haut ist allgemein empfindlich und leicht reizbar.

  • Im Vorstadium kommt es zu flüchtigen Hautrötungen (Erytheme).
  • Im darauf folgenden Erythemstadium bleiben die Hautrötungen dauerhaft bestehen und es bilden sich oberflächlich erweiterte Äderchen (sog. Teleangiektasien).
  • In späteren Stadien (papulopustulöses Stadium, knotiges Stadium) kommen entzündete Papeln und Pusteln und entzündliche Knoten hinzu.

In schweren Fällen kann sich die Rosacea über das Gesicht hinaus auf Ohr-, Hals- und Brustregion ausbreiten.

Man sieht eine Frau mit Rosazea. © Okapia

Bei der Rosacea ist die Haut gerötet und es bilden sich Knötchen. © Neufried/OKAPIA

Als Komplikation breitet sich die Rosacea manchmal auf die Augen aus: Dann entzünden sich Lidrand, Bindehaut, Hornhaut oder in schweren Fällen auch die Regenbogenhaut. Als zusätzliches Symptom, das fast nur bei Männern auftritt, kann sich außerdem eine Talgdrüsenwucherung entwickeln – vor allem an der Nase: In der Folge entsteht eine Knollennase (sog. Rhinophym). Der Arzt kann die Wucherungen chirurgisch abtragen.

Die genauen Ursachen der Rosacea sind unbekannt. Jedoch können bestimmte Faktoren die Hautprobleme nachweislich verstärken – zum Beispiel Sonnenlicht, durchblutungsfördernde Reize wie Temperaturwechsel (heiße Getränke, heißes oder kaltes Wetter, heiße Bäder), Gewürze oder Stress. Darum sollten Menschen mit einer Rosacea ihre Ernährung entsprechend anpassen und auch alle anderen begünstigenden Faktoren vermeiden.

Hilfe bietet bei der Rosacea eine Behandlung mit Antibiotika – je nach Ausprägung der Hauterkrankung sind die Mittel örtlich (z.B. als Creme) oder in Form von Tabletten anzuwenden. Dauerhaft sichtbare rote Äderchen im Gesicht (Couperose) lassen sich durch Lasern entfernen.

Rosacea ist zwar eine chronische Erkrankung – in der Regel lässt sie sich jedoch durch die richtige Medikamenteneinstellung, Hautpflege und regelmäßige Arztbesuche gut behandeln.

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