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Ringelröteln (Erythema infectiosum)

Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ringelröteln (Erythema infectiosum) sind eine Viruserkrankung, die meist im Kindesalter (Klein- und Schulkinder) vorkommt. Das Virus wird per Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel durch Husten oder Niesen. Der Erreger der Ringelröteln ist das Parvovirus B19, welches weltweit verbreitet ist.

Ein kleines Mädchen wird beim Arzt untersucht.
Ringelröteln (Erythema infectiosum) heilen in den meisten Fällen ohne Komplikationen ab.

Die Ringelrötelviren sind sehr ansteckend. Sie gelangen über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper. Nach der Ringelröteln Ansteckung dauert es etwa 4 bis 14 Tage (Inkubationszeit) bis die Symptome der Ringelröteln einsetzen. Schon während der Inkubationszeit ist der Infizierte ansteckend – die Gefahr, sich in dieser Zeit bei einer erkrankten Person mit Ringelröteln anzustecken, ist sehr groß.

Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Abgeschlagenheit und Fieber kommt es bei Ringelröteln zu einem typischen, girlandenförmigen Exanthem (Hautausschlag). Dieses erscheint zuerst im Gesicht und breitet sich dann auf Arme und Beine aus.

Eine Infektion mit Ringelröteln ist nur selten mit Komplikationen verbunden. In der Regel klingt der Ausschlag beim Erythema infectiosum nach zehn bis zwölf Tagen von alleine ab. Einige Personen zeigen auch gar keine oder nur leichte Symptome, sodass Ringelröteln auch unentdeckt bleiben können.

Um einer Infektion mit Ringelröteln vorzubeugen, sollte man den Kontakt zu infizierten Personen meiden. Schwangere sollten prüfen lassen, ob sie Antikörper gegen die Ringelrötelviren im Blut haben – also schon einmal eine Infektion durchgemacht haben. Ist dies nicht der Fall, ist es ratsam, sich vorsorglich von Kindern fernzuhalten, da eine Infektion das Ungeborene gefährden kann. Wie auch bei anderen Virusinfektionen, die häufig im Kindesalter vorkommen sind Personen, die einmal Ringelröteln bekommen haben, lebenslang gegen das Virus geschützt – sie sind immun.

Weiterlesen: Ringelröteln (Erythema infectiosum): Definition

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