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Ringelröteln (Erythema infectiosum)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (10. März 2014)

Ringelröteln (Erythema infectiosum) sind eine Viruserkrankung, die meist im Kindesalter (Klein- und Schulkinder) vorkommt. Der Erreger der Ringelröteln ist das Parvovirus B19, welches weltweit verbreitet ist. Das Virus wird per Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel durch Husten oder Niesen.

Neben allgemeinen Krankheitssymptomen wie Abgeschlagenheit und Fieber kommt es bei Ringelröteln zu einem typischen, girlandenförmigen Exanthem (Hautausschlag). Dieser Ausschlag erscheint zuerst im Gesicht und breitet sich dann auf Arme und Beine aus.

Die Ringelrötelviren sind sehr ansteckend. Sie gelangen über die Schleimhäute der Atemwege in den Körper. Nachdem sich jemand mit Ringelröteln angesteckt hat dauert es etwa 4 bis 14 Tage (Inkubationszeit) bis die Symptome der Ringelröteln einsetzen. Schon während der Inkubationszeit sind Infizierte ansteckend – die Möglichkeit, sich in dieser Zeit bei einer erkrankten Person mit Ringelröteln anzustecken, ist sehr groß. Sobald der Hautausschlag sichtbar wird, sind Betroffene praktisch nicht mehr ansteckend.

Eine Infektion mit Ringelröteln ist nur selten mit Komplikationen verbunden. In der Regel klingt der Ausschlag beim Erythema infectiosum nach 10 bis 14 Tagen von alleine ab. Viele Personen zeigen gar keine oder nur leichte Symptome, sodass Ringelröteln häufig unentdeckt bleiben.

Um einer Infektion mit Ringelröteln vorzubeugen, sollte man den Kontakt zu infizierten Personen meiden. Schwangere sollten prüfen lassen, ob sie Antikörper gegen die Ringelrötelviren im Blut haben – also schon einmal eine Infektion durchgemacht haben. Ist dies nicht der Fall, ist es ratsam, sich vorsorglich von Kindern fernzuhalten, da eine Infektion das Ungeborene gefährden kann. Wie auch bei anderen Virusinfektionen, die häufig im Kindesalter vorkommen (z.B. Röteln oder Masern), sind Personen, die einmal Ringelröteln bekommen haben, lebenslang gegen das Virus geschützt – sie sind immun.






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