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Rheumatoide Arthritis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Juni 2016)

© iStock

Millionen Menschen in Deutschland haben eine rheumatische Erkrankung, im Volksmund kurz "Rheuma" genannt. Mediziner unterscheiden degenerative und entzündliche rheumatische Erkrankungen – zu Letzteren gehört die rheumatoide Arthritis (RA).

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Rheuma-Form. Bei dieser Erkrankung ist die körpereigene Abwehr fehlgesteuert: Das Immunsystem greift die eigenen Gelenke und verschiedenen Gewebe an und zerstört sie. Frauen sind etwa doppelt bis dreimal so häufig betroffen wie Männer.

Die genauen Ursachen für die rheumatoide Arthritis sind noch nicht vollständig geklärt. Neben den gegen körpereigene Gewebe gerichteten (autoimmunologischen) Prozessen spielen jedoch auch erbliche Faktoren bei der Entstehung von Gelenkrheuma eine Rolle.

Überwiegend befällt die rheumatoide Arthritis Gelenke und Sehnen. Meist tritt die Erkrankung an beiden Händen spiegelbildlich an den gleichen Gelenken auf. In der Folge sind immer mehr Gelenke betroffen und verformen sich. Aber auch auf innere Organe (wie Speichel- und Tränendrüsen, Herz, Lunge), Augen oder Haut kann sich Gelenkrheuma  auswirken.

Typisch für die rheumatoide Arthritis sind folgende Symptome:

  • nächtliche und morgendliche Schmerzen der Fingergelenke sowie
  • eine Morgensteifigkeit dieser Gelenke, die länger als eine Stunde anhält.

Ob hinter den Beschwerden eine rheumatoide Arthritis steckt, kann der Arzt neben der Kankengeschichte mithilfe von Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen und von Blutuntersuchungen feststellen.

Typischerweise verläuft die rheumatoide Arthritis chronisch fortschreitend. Um Folgeschäden zu verhindern oder zu verzögern, ist es daher entscheidend, frühzeitig mit einer abgestimmten und wirksamen Rheuma-Therapie zu beginnen. Diese besteht aus sogenannten Basismedikamenten, eventuell in Kombination mit anderen entzündungshemmenden Medikamenten. Reicht dies nicht aus, kommen sogenannten Biologika infrage, mit denen sich die Entzündungsprozesse gezielt hemmen oder blockieren lassen.

Ergänzend sind eine physikalische Therapie, Ergotherapie, Krankengymnastik und eventuell auch chirurgische Maßnahmen sinnvoll. Die Behandlung kann die Rheuma-Beschwerden allerdings nur lindern – heilbar ist die rheumatoide Arthritis nicht.

Typisch für eine rheumatische Arthritis sind Gelenksteifigkeit, Gelenkschwellungen und Schmerzen. In unserem Video sehen Sie, was Sie dagegen tun können.

Trotz der bestehenden Behandlungsmöglichkeiten führt die rheumatoide Arthritis in manchen Fällen mit der Zeit zu Berufsunfähigkeit und dauerhafter Hilfsbedürftigkeit. Es gibt inzwischen aber viele Hilfsmittel, die Menschen mit Rheuma den Alltag erleichtern und ihnen helfen, ihre Selbständigkeit weitgehend zu erhalten.

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