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Regelschmerzen (Dysmenorrhö)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juli 2014)

Regelschmerzen (Dysmenorrhoe bzw. Dysmenorrhö) gehören zu den häufigsten Menstruationsbeschwerden: Fast jede Frau kennt sie, fast jede Frau hat während ihrer Periode schon einmal unter ihnen gelitten – oder tut dies sogar regelmäßig. Die Schmerzen können zwar sehr unangenehm sein, medizinisch sind sie jedoch meist nicht besorgniserregend. Vor allem bei älteren Frauen können wiederkehrende starke Regelschmerzen aber auch ein Hinweis auf eine Unterleibserkrankung sein.

Regelschmerzen können sich auf unterschiedliche Weise äußern. Meist sind es krampfartige Unterleibs- und Rückenschmerzen, die mit Unwohlsein, Übelkeit und Kreislaufproblemen einhergehen. Auch Beschwerden wie Durchfall oder Kopfschmerzen begleiten dieses Menstruationsleiden häufig.

Es gibt zwei Arten von Regelschmerzen: die primären und die sekundären. Primäre Regelschmerzen treten meist erstmals zusammen mit der ersten Regelblutung – der sogenannten Menarche – auf. Sie entstehen, wenn sich die Muskulatur der Gebärmutter während der Menstruation stark zusammenzieht. Auch ansonsten gesunde Frauen leiden unter primäre Dysmenorrhö, sie deuten also meist nicht auf eine Erkrankung hin.

Bei den sekundären Regelschmerzen ist das anders: Man nennt sie auch "erworbene" Dysmenorrhö, denn sie werden oft durch eine gynäkologische Krankheit wie beispielsweise eine Endometriose hervorgerufen. Deshalb treten sekundäre Regelschmerzen meist erst später im Leben auf: Vor allem Frauen zwischen 30 und 40 Jahren sind von ihnen betroffen.

Bisher gibt es keine allgemeingültige Strategie gegen Regelschmerzen, keine allgemein wirksame Therapie. Trotzdem müssen Frauen die unangenehmen Begleiterscheinungen der Periode nicht einfach so hinnehmen. Denn je nach Ursache gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die Dysmenorrhö zu behandeln: Liegt den Regelschmerzen keine Erkrankung zugrunde, können schmerzstillende Medikamente (wie Ibuprofen) oder krampflösende Wirkstoffe (wie Butylscopolamin) die Beschwerden lindern. Auch einfache Maßnahmen wie beispielsweise Wärme können kurzfristig Abhilfe schaffen. Insbesondere primäre Regelschmerzen können auch durch Hormone gelindert werden: Bei Frauen, die die Antibabypille nehmen, treten diese Menstruationsbeschwerden meist seltener und weniger intensiv auf.

Wenn Sie regelmäßig unter starken Regelschmerzen leiden oder verunsichert sind, sollten Sie mit ihrem Gynäkologen (Frauenarzt) darüber sprechen. Dieser kann feststellen, ob die Schmerzen möglicherweise auf eine Unterleibserkrankung wie eine Endometriose oder Eierstockzysten zurückgehen. Bei solchen Fällen richtet sich die Therapie vor allem nach dieser auslösenden Ursache.

Endometriose: Video

Regelschmerzen lässt sich nur bedingt vorbeugen. Mit einem gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung können betroffene Frauen jedoch den Verlauf der Menstruationsbeschwerden positiv beeinflussen. Auch Hormone wie die Antibabypille können Häufigkeit und Stärke von Regelschmerzen reduzieren.






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