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Refluxkrankheit

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (10. Februar 2014)

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (engl.: gastroesophageal reflux disease, GERD) ist der krankhaft gesteigerte Rückfluss (Reflux) von Verdauungssäften in die Speiseröhre, der ein Risiko für organische Komplikationen darstellt und/oder die Lebensqualität der Betroffenen deutlich mindert.

Ursache für die gastroösophageale Refluxkrankheit ist eine Funktionsstörung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre. Häufig liegt gleichzeitig ein Zwerchfellbruch (sog. Hiatushernie) vor. Zu den Risikofaktoren für die Refluxkrankheit gehören:

Sodbrennen und Schmerzen hinter dem Brustbein sind typisch für die gastroösophageale Refluxkrankheit. Die Symptome verstärken sich nach größeren Mahlzeiten, beim Bücken und im Liegen. Reflux-Symptome gehören zu den häufigsten Magen-Darm-Beschwerden: In den westlichen Industrieländern haben etwa 20 Prozent der Bevölkerung eine Refluxkrankheit.

Die gastroösophageale Refluxkrankheit kann verschiedene Auswirkungen haben. Entsprechend unterscheidet man folgende Formen:

  • Die nicht-erosive Refluxkrankheit (engl.: Non-Erosive Reflux Disease, NERD) ist eine gastroösophageale Refluxkrankheit ohne Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis).
  • Die Refluxösophagitis (engl.: Erosive Reflux Disease, ERD) ist eine gastroösophageale Refluxkrankheit mit Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis).
  • Wenn die Speiseröhrenschleimhaut durch eine chronische Speiseröhrenentzündung verändert ist, liegt ein sogenanntes Barrett-Syndrom vor, das als Vorstufe für Speiseröhrenkrebs gilt.
  • Wenn sich die Refluxkrankheit auf die Atemwege auswirkt, treten sogenannte extraösophageale Manifestationen auf: Dann können chronischer Husten, Asthma oder eine Kehlkopfentzündung entstehen.

Refluxkrankheit: Video

Obwohl die gastroösophageale Refluxkrankheit meistens ohne sichtbare Schleimhautschädigungen in der Speiseröhre verläuft, ist es wegen des (geringen) Krebsrisikos ratsam, ständige Reflux-Symptome abklären zu lassen und zu behandeln. Bei der Refluxkrankheit zur Therapie geeignet sind:

  • (langfristig) Allgemeinmaßnahmen (z.B. gezielte Umstellung der Ernährung) und
  • (vorübergehend) Medikamente, die beispielsweise die Bildung von Magensäure hemmen.

Meist gelingt es so, die gastroösophageale Refluxkrankheit schnell in den Griff zu bekommen. Selten kommt bei der Refluxkrankheit eine Operation zum Einsatz.






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