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Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Stand: 20. Februar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) ist ein bösartiger Tumor im Rachenraum, dessen erste Symptome oft vergrößerte, nicht schmerzhafte Halslymphknoten sind. Ist der Krebs im Rachen noch nicht zu weit fortgeschritten, zielt die Behandlung grundsätzlich darauf ab, ihn durch eine Operation zu heilen.

Rachenkrebs geht von der Schleimhaut des Rachens aus und ist somit – wie die meisten anderen Kopf-Hals-Tumoren auch – ein sogenanntes Plattenepithelkarzinom. Die genaue Ursache für Rachenkrebs ist nicht bekannt. Zu den Risikofaktoren für die Entwicklung von Krebs im Rachen gehören Alkohol- und Tabakkonsum sowie Infektionen mit bestimmten Viren (v.a. humanes Papillomvirus, HPV).

Welche Symptome der Rachenkrebs neben den meist vergrößerten Halslymphknoten auslöst, hängt davon ab, wo im Rachen sich der Krebs befindet. Jeder Abschnitt im Rachenraum kann von einem Pharynxkarzinom betroffen sein:

  • Rachenkrebs im oberen Abschnitt des Rachens (dem Nasenrachenraum oder Nasopharynx) bezeichnet man als Nasopharynxkarzinom.
  • Bildet sich im mittleren Abschnitt des Rachens (Mundraum oder Oropharynx) ein Karzinom, bezeichnet man es als Oropharynxkarzinom.
  • Bei Krebs im untersten Abschnitt des Rachens auf Höhe des Kehlkopfs (Hypopharynx) spricht man von einem Hypopharynxkarzinom.

Ein fortgeschritteneres Pharynxkarzinom im Nasenrachenraum kann die Nasenatmung behindern und Nasenbluten auslösen, während Rachenkrebs weiter unten im Rachen beispielsweise zu Halsschmerzen führen kann. Typischerweise breitet sich Rachenkrebs in seinem Verlauf recht früh in benachbarte Gewebestrukturen aus und bildet über die Lymphwege Tochtergeschwulste (Metastasen) in den Halslymphknoten. Auch die Ausbreitungsrichtung des Krebses hat Einfluss darauf, welche Beschwerden sich entwickeln. Als schwerwiegende Komplikationen können bei Rachenkrebs Schluckstörungen und Atemstörungen auftreten.

Die Diagnose von Rachenkrebs erfolgt mithilfe einer Endoskopie, bei welcher der Arzt eine Gewebeprobe aus dem Rachentumor entnimmt, um sie mikroskopisch zu untersuchen (sog. Biopsie). Zur Behandlung von Rachenkrebs stehen neben der Operation eine Strahlen- und Chemotherapie zur Verfügung. Wie die Therapie im Einzelfall aussieht, hängt davon ab, wo sich das Pharynxkarzinom befindet, wie weit es sich ausgedehnt hat und ob Metastasen in den Lymphknoten vorhanden sind. Die Aussicht auf Heilung ist umso besser, je früher die Krebsbehandlung beginnt.

Weiterlesen: Rachenkrebs (Pharynxkarzinom): Definition

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