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Rachenkrebs (Pharynxkarzinom)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. Januar 2015)

© Jupiterimages/liquidlibrary

Rachenkrebs (Pharynxkarzinom) ist ein bösartiger Tumor im Rachenraum. Wer raucht und regelmäßig größere Mengen Alkohol trinkt, hat ein besonders hohes Risiko für einen bösartigen Rachentumor. Entsprechend tritt Rachenkrebs überwiegend bei Menschen über 60 Jahren auf – bei Männern früher und öfter als bei Frauen.

Die genaue Ursache für Rachenkrebs ist allerdings nicht bekannt. Zu den Risikofaktoren für die Entwicklung von Krebs im Rachen gehören neben Alkohol- und Tabakkonsum Infektionen mit bestimmten Viren (v.a. HPV = humanes Papillomvirus), häufiger Rückfluss (Reflux) von saurem Magensaft in die Speiseröhre, regelmäßiger Kontakt mit bestimmten Schadstoffen und eine einseitige, vitaminarme Ernährung mit übermäßigem Fleischkonsum.

Als erste Rachenkrebs-Symptome fallen oft vergrößerte, nicht schmerzhafte Halslymphknoten auf. Welche weiteren Symptome der Rachenkrebs auslöst, hängt davon ab, wo im Rachen sich der Krebs befindet. Jeder Abschnitt im Rachenraum kann von einem Pharynxkarzinom betroffen sein – und im fortgeschrittenen Stadium folgende Auswirkungen haben:

  • Ein im oberen Rachen (= Nasenrachenraum bzw. Nasopharynx) auftretender Rachenkrebs (sog. Nasopharynxkarzinom) kann unter anderem die Nasenatmung behindern, wiederkehrendes Nasenbluten und Kopfschmerzen auslösen,
  • ein im mittleren Rachen (= Mundraum bzw. Oropharynx) liegender Tumor (sog. Oropharynxkarzinom) kann beispielsweise zu Halsschmerzen und Schluckbeschwerden (Dysphagie) führen und
  • ein auf Höhe des Kehlkopfs im unteren Rachen (= Hypopharynx) entstehender Krebs (sog. Hypopharynxkarzinom) kann neben Hals- und Schluckbeschwerden Heiserkeit, Atemnot und Auswurf mit Blutbeimischung verursachen.

Typischerweise breitet sich Rachenkrebs in seinem Verlauf recht früh in benachbarte Gewebestrukturen aus und bildet über die Lymphwege Tochtergeschwulste (sog. Metastasen) in den Halslymphknoten. Auch die Richtung, in der sich das Pharynxkarzinom ausbreitet, hat Einfluss darauf, welche Beschwerden sich entwickeln.

Um Rachenkrebs zu diagnostizieren, kommt eine Endoskopie zum Einsatz: Hierbei entnimmt der Arzt eine Gewebeprobe aus dem Rachentumor, um sie mikroskopisch zu untersuchen (sog. Biopsie). Wie die anschließende Behandlung im Einzelfall aussieht, hängt davon ab, wo sich das Pharynxkarzinom befindet, wie weit es sich ausgedehnt hat und ob Metastasen in den Lymphknoten vorhanden sind.

Ist der Rachenkrebs noch nicht zu weit fortgeschritten, zielt die Krebsbehandlung grundsätzlich darauf ab, ihn durch eine Operation zu heilen. Neben der Operation stehen eine Strahlen- und Chemotherapie zur Verfügung. Die Aussicht auf Heilung ist beim Pharynxkarzinom umso besser, je früher die Behandlung beginnt.

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