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Pocken

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. Juni 2015)

© Jupiterimages/Wavebreak Media

Die Pocken (fachsprachlich: Variola, veraltet: Blattern) sind eine durch das Pockenvirus ausgelöste, hochgradig ansteckende und schwere Infektionskrankheit. Eine wirksame Therapie gegen Pocken ist nicht bekannt – man kann nur die Symptome der Pocken lindern. Seit dem Jahr 1980 gilt die Infektionskrankheit jedoch weltweit als ausgerottet.

Die Pocken sind durch einen typischen Krankheitsverlauf gekennzeichnet: Anfangs lösen sie Beschwerden wie hohes Fieber und Abgeschlagenheit aus. Es entsteht ein vorübergehender Hautausschlag; die Pocken sind zu diesem Zeitpunkt sehr ansteckend. Das Fieber fällt vorübergehend ab und die für Pocken typischen Papeln auf der Haut treten auf, die sich mit virushaltiger Flüssigkeit füllen: Sie zeigen sich zunächst im Gesicht und können sich dann über die Arme und Beine über den ganzen Körper ausbreiten. Die Betroffenen haben hohes Fieber, sind verwirrt, desorientiert und entwickeln Wahnvorstellungen. Die Papeln verändern sich zu Pusteln, die teilweise mit Eiter gefüllt sind und später verkrusten beziehungsweise verschorfen. Nach einiger Zeit fallen die Krusten ab, was mit starkem Juckreiz verbunden ist. Besonders im Gesicht bleiben häufig Narben zurück – sogenannte Pockennarben.

Bei der als schwarze Blattern bezeichneten besonders schweren Form der Pocken ist die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten der ersten Symptome verkürzt; innerhalb weniger Tage kommt es zu ausgedehnten, schweren Blutungen in die Haut, zu Blutungen der Schleimhäute und der inneren Organe. Sogenannte weiße Pocken hingegen sind eine harmlosere Form der Pocken, die sich von den echten Pocken unterscheidet.

Da die Pocken hochansteckend sind, konnten sie sich früher aufgrund des fehlenden Impfschutzes sehr rasch ausbreiten und traten demnach räumlich und zeitlich gehäuft auf: Es entstanden Epidemien, die viele Todesopfer forderten. Nach der weltweiten Einführung der Pockenimpfung im Jahr 1967 sank die Zahl der Erkrankungen drastisch – schließlich gelang es, die Pocken auszurotten: Seit 1980 gilt die Welt offiziell als pockenfrei.

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