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Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose, EBV-Infektion)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (11. November 2013)

Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) ist weit verbreitet und in aller Regel eine harmlose Erkrankung. Hervorgerufen wird es durch das Epstein-Barr-Virus (EBV). Zu den Hauptsymptomen der EBV-Infektion zählen Fieber und Lymphknotenschwellungen.

Pfeiffersches Drüsenfieber betrifft vor allem ältere Kinder und junge Erwachsene. Unter den Erwachsenen hat fast jeder eine Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus (EBV) hinter sich. Nach einer einmaligen Erkrankung bleibt man normalerweise lebenslang immun, erkrankt also nicht erneut an Mononukleose.

Das Virus der Mononukleose wird hauptsächlich über den Mund (oral) übertragen. Daher stammt auch die Bezeichnung als "kissing disease" (Kusskrankheit).

Typisch für pfeiffersches Drüsenfieber ist, dass das Virus während der akuten Phase der Erkrankung sowie über mehrere Monate danach im Speichel infizierter Personen vorhanden ist. In dieser Zeit besteht Ansteckungsgefahr für Menschen, die nicht immun gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV) sind.

Bei Kindern und Jugendlichen verursacht pfeiffersches Drüsenfieber die ersten Symptome ein bis drei Wochen, nachdem sie sich mit dem Virus angesteckt haben. Bei Erwachsenen zeigen sich die ersten Krankheitszeichen nach 10 Tagen. Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Infektion und Auftreten von ersten Beschwerden, kann aber auch bis zu 50 Tagen dauern.

Pfeiffersches Drüsenfieber verursacht zunächst meist unspezifische Beschwerden – zu Beginn fühlen sich die Betroffenen müde und abgeschlagen. Im Anschluss brechen die Hauptsymptome der Mononukleose aus: Die Körpertemperatur steigt an, bis hin zum Fieber. Zeitgleich schwellen die Lymphknoten an.

Wer einmal an pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war, ist lebenslang immun gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV).

Pfeiffersches Drüsenfieber beschrieb zuerst der deutsche Kinderarzt Emil Pfeiffer (1846-1921). Pfeiffer nannte die Krankheit aufgrund der beiden Hauptsymptome Lymphdrüsen- beziehungsweise Lymphknotenschwellung und Fieber "Drüsenfieber". Nach ihm wurde es dann als pfeiffersches Drüsenfieber benannt.

Pfeiffersches Drüsenfieber erkennt der Arzt anhand der typischen Hauptsymptome sowie der Blutwerte, beispielsweise durch den Nachweis sogenannter Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV).

Die Behandlung der Mononukleose besteht in erster Linie darin, die Beschwerden wie Fieber und Lymphknotenschwellungen mit viel Ruhe und Schlaf zu lindern. Komplikationen wie bakterielle Infektionen treten selten auf. Pfeiffersches Drüsenfieber verläuft mitunter chronisch – Betroffene leiden dann möglicherweise monatelang unter Fieber. Hinzu kommen eine allgemeine Abgeschlagenheit sowie ein starkes Krankheitsgefühl.






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