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Parkinson

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (19. September 2014)

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Syndrom) ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der vor allem die Beweglichkeit und der Bewegungsablauf gestört sind. Morbus Parkinson zählt zu den häufigsten Krankheiten des Nervensystems und betrifft überwiegend ältere Menschen.

Zittern, das in Ruhe auftritt, versteifte Muskeln und mangelnde Stabilität der aufrechten Körperhaltung – das sind die für Morbus Parkinson typischen Symptome. Allerdings treten sie meist erst in späteren Stadien auf. Im Frühstadium der Erkrankung sind die Beschwerden noch unspezifisch: Hierzu zählen zum Beispiel Müdigkeit oder Muskelverspannungen im Schulter-Arm-Bereich.

Der Verlauf bei Morbus Parkinson ist typischerweise fortschreitend: Kennzeichnend für Parkinson ist ein stetiger Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin enthalten. Die Ursachen hierfür sind unbekannt. Daher bezeichnen Ärzte Morbus Parkinson auch als idiopatisches Parkinson-Syndrom. Idiopathisch bedeutet so viel wie "ohne erkennbare Ursache".

Dopamin ist ein Hormon / Botenstoff, der wie andere Botenstoffe auch von einer Nervenzelle ausgeschüttet wird und anschließend an Rezeptoren der nächsten Nervenzelle andockt – Informationen werden so von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergegeben. Sind zu wenig Botenstoffe vorhanden, ist dieser Prozess gestört und Informationen können nicht mehr weitergeleitet werden.

Parkinson: Video

Der beim Morbus Parkinson herrschende Dopamin-Mangel ist für die typischen Parkinson-Symptome verantwortlich: Es kommt zu einer Verlangsamung aller Bewegungen beziehungsweise zu einer Bewegungsarmut bis hin zur Bewegungslosigkeit. Durch den Dopamin-Mangel verschiebt sich auch das Gleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. Das so entstehende Übergewicht an Acetylcholin löst die weiteren typischen Symptome der Parkinson-Krankheit aus: das Zittern und die Muskelsteifheit der Betroffenen.

Zur Therapie von Morbus Parkinson stehen viele verschiedene Medikamente, aber auch Maßnahmen wie zum Beispiel Psychotherapie zur Verfügung. Die Therapie hat unter anderem zum Ziel, die Beschwerden zu lindern, die Lebensqualität zu erhöhen und die Selbstständigkeit des Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten.

Es ist zwar derzeit noch nicht möglich, Morbus Parkinson zu heilen. Eine individuell zugeschnittene Parkinson-Behandlung kann jedoch die Lebensqualität deutlich steigern.






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