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Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Juli 2013)

Parkinson (Morbus Parkinson, Parkinson-Krankheit) ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der vor allem die Beweglichkeit und der Bewegungsablauf gestört sind. Morbus Parkinson zählt zu den häufigsten Krankheiten des Nervensystems und betrifft überwiegend ältere Menschen, meist zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr.

Der Parkinson-Verlauf ist typischerweise fortschreitend: Kennzeichnend für den Morbus Parkinson ist ein stetiger Verlust von Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin enthalten. Die Ursachen hierfür sind unbekannt, weshalb man die Parkinson-Krankheit auch als idiopatisches Parkinson-Syndrom bezeichnet (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache).

Dopamin ist ein Hormon oder Botenstoff mit eigener Wirkung im Gehirn. Zudem ist Dopamin eine Vorläufersubstanz, aus der das Gehirn die Hormone Adrenalin und Noradrenalin bildet. Der beim Morbus Parkinson herrschende Dopamin-Mangel ist für die typischen Parkinson-Symptome verantwortlich: Es kommt zu einer Verlangsamung aller Bewegungen (sog. Hypokinese) beziehungsweise zu einer Bewegungsarmut bis hin zur Bewegungslosigkeit (sog. Akinese). Durch den Dopamin-Mangel verschiebt sich auch das Gleichgewicht zugunsten anderer Botenstoffe wie Acetylcholin und Glutamat. Das so entstehende Übergewicht an Acetylcholin löst weitere typische Symptome der Parkinson-Krankheit aus: das Zittern (Tremor) und die Muskelsteifheit (Rigor) der Betroffenen.

Die Parkinson-Diagnose erfolgt anhand der Symptome, der Krankengeschichte und der Untersuchungsergebnisse. Einen wertvollen Hinweis für die Diagnose der Parkinson-Krankheit liefert zum Beispiel der Levodopa-Test: Erhalten Menschen mit Morbus Parkinson das Mittel Levodopa (eine Vorstufe von Dopamin), sprechen sie anfänglich gut darauf an – ihre Beschwerden verbessern sich.

Parkinson: Video

Zur Parkinson-Therapie stehen viele verschiedene Mittel zur Verfügung. Zum einen sind Medikamente bei Morbus Parkinson über Jahre hinweg erfolgreich. Ergänzend sind Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie bei Parkinson sinnvoll. Es ist zwar derzeit noch nicht möglich, die Parkinson-Krankheit zu heilen.

Eine individuell zugeschnittene Parkinson-Behandlung kann jedoch die Lebenserwartung verlängern und die Lebensqualität deutlich steigern.






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