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Forenexperte: Prof. Dr. Markus Suckfüll
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Stand: 27. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Otosklerose ist eine Erkrankung des Innenohrs, die auf das Mittelohr übergreift.
Das Trommelfell, auf das die Schallwellen treffen, trennt den äußeren Gehörgang vom Mittelohr ab. Hinter dem Trommelfell befinden sich die drei Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss und Steigbügel. Sie leiten den Schall über das Innenohr weiter an den Hörnerv. Über den Hörnerv gelangen die Impulse zum Gehirn. Damit dies funktioniert, sind die Gehörknöchelchen beweglich miteinander verbunden.
Bei der Otosklerose führen entzündungsähnliche Umbauprozesse dazu, dass sich der Steigbügel (lat.: Stapes) nicht mehr flexibel bewegen kann. Die elastische Aufhängung des Steigbügels verknöchert, sodass der Schall nicht oder nur unvollkommen weitergeleitet wird. Betroffene hören nach und nach immer schlechter – fortschreitende Hörprobleme wie Schwerhörigkeit (sog. Schallleitungsschwerhörigkeit) oder Tinnitus sind die Folge.
Otosklerose tritt mit einer bestimmten Häufigkeit auf: Sie liegt bei etwa 1 Erkrankung pro 100 Einwohner. Frauen erkranken häufiger als Männer. Ebenso ist die Otosklerose in der weißen Bevölkerung stärker verbreitet als bei Menschen anderer ethnischer Zugehörigkeiten.
In den meisten Fällen tritt die Otosklerose in beiden Ohren auf, bei etwa der Hälfte der Patienten sind auch andere Familienmitglieder erkrankt.
Die Otosklerose tritt vorwiegend zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Die knöchernen Veränderungen beginnen aber schon viele Jahre, bevor sich Symptome zeigen.
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