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Norovirus-Infektion – kurz, aber heftig

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (04. November 2015)

© iStock

Hinter vielen Durchfallerkrankungen steckt als Ursache das Norovirus. Vor allem kleine Kinder und ältere Menschen erkranken häufig durch Noroviren.

Das Norovirus ist weltweit verbreitet. Infizierte Menschen scheiden die Viren über den Stuhl aus – die Ansteckung erfolgt dann auf "fäkal-oralem Weg". Das heißt: Die Erreger gelangen aus dem Stuhl über den Mund in den Körper eines anderen Menschen, etwa durch Schmierinfektionen infolge einer mangelnden Händehygiene nach dem Toilettengang.

Wie lang es nach der Ansteckung dauert, bis sich Anzeichen einer Erkrankung entwickeln, ist unterschiedlich: Das Norovirus hat eine Inkubationszeit von wenigen Stunden bis Tagen. Typischerweise kommt es bei einer Norovirus-Infektion zu folgenden Symptomen:

Norovirus-Infektion: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren © RKI

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren

Meist sind die Symptome zwar heftig, aber von kurzer Dauer und klingen nach ein bis zwei Tagen wieder ab. Eine gezielt gegen Noroviren wirksame Behandlung steht nicht zur Verfügung. Die Therapie besteht vor allem darin,

  • den Flüssigkeitsverlust auszugleichen und
  • verlorengegangene Energie zu ersetzen.
  • Zudem ist es ratsam, sich körperlich zu schonen.

Cola und Salzstangen sind als Hausmittel bei Durchfallerkrankungen nicht zu empfehlen – und für Kinder ohnehin nicht geeignet.

In der Regel können Erwachsene den mit der Norovirus-Infektion einhergehenden Flüssigkeitsverlust durch ausreichendes Trinken ausgleichen. Kinder und ältere Menschen reagieren jedoch empfindlicher auf Flüssigkeitsverluste – für sie ist eine Infektion mit Noroviren daher oft schwerwiegender.

In schweren Fällen erfordert eine Norovirus-Infektion eine Behandlung im Krankenhaus. Dort erhalten die Betroffenen die erforderliche Flüssigkeit sowie Nährstoffe und Elektrolyte über eine Vene als Infusion oder über eine Nasensonde direkt in den Magen.

Eine durchgemachte Norovirus-Infektion macht nur vorübergehend immun gegen eine erneute Infektion. Eine Schutzimpfung gegen Noroviren gibt es bislang nicht.

Wer einer Norovirus-Infektion vorbeugen will, sollte vor allem auf eine gründliche Händehygiene achten. Das kann das Erkrankungsrisiko deutlich senken. Nach dem Toilettengang, aber auch vor dem Zubereiten von Speisen sowie vor dem Essen sollte man sich die Hände waschen.

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