Mundgeruch (Halitosis, Foetor ex ore): Ein Tabuthema

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (14. Februar 2017)

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Für viele Menschen ist das Thema Mundgeruch tabu: Im Alltag wird man zwar oft damit konfrontiert – gesprochen wird darüber jedoch nur selten. Häufig trauen sich Mitmenschen nicht, Betroffene auf deren Mundgeruch hinzuweisen. Dabei könnte genau dies sehr hilfreich sein, denn häufig nimmt eine Person die schlechte Atemluft selbst nicht wahr. Ist er erstmal erkannt, lässt sich Mundgeruch in den meisten Fällen gut behandeln!

Streng genommen unterscheiden Mediziner zwei Formen von Mundgeruch – Halitosis und Foetor ex ore:

  • Bei Foetor ex ore ist die Ausatemluft aus dem Mund übelriechend.
  • Bei Halitosis riecht auch die Ausatemluft aus der Nase bei geschlossenem Mund unangenehm. Eine Halitosis kommt wesentlich seltener vor als Foetor ex ore.

In rund 90 Prozent der Fälle entsteht Mundgeruch im Mund-, Nasen- oder Rachenraum.

Dass die Ursachen von Mundgeruch zumeist im Magen zu finden sind, ist ein verbreiteter Irrglaube: Fast immer stecken Probleme im Mund, Rachen oder im Nasenbereich hinter einem schlechten Atem, so zum Beispiel eine Zahnfleischentzündung, eine Mandelentzündung oder ein verminderter Speichelfluss, aber auch mangelnde Mundhygiene

Nur selten stecken bestimmte Erkrankungen außerhalb des Mund-, Nasen- oder Rachenraums hinter Mundgeruch, so zum Beispiel Erkrankungen des Stoffwechsels, des Verdauungsapparats oder der Atmungsorgane. In diesem Fall liegt meist eine Halitosis vor, also Mundgeruch, der auch beim Ausatmen durch die Nase wahrgenommen wird. Die Halitosis entsteht dann als Folge dieser Erkrankungen.

Die Therapie von Mundgeruch richtet sich vor allem nach der eigentlichen Ursache. Ist eine Erkrankung dafür verantwortlich, muss diese zunächst behandelt werden – vorher werden sich Halitosis oder Foetor ex ore nicht zurückbilden. Liegen die Ursachen für Mundgeruch im Mund-, Nasen- oder Rachenraum, ist vor allem eine gute Mundhygiene wichtig.


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