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Mumps (Parotitis epidemica)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (30. Juli 2013)

Mumps (Parotitis epidemica) ist eine durch Tröpfcheninfektion (z.B. beim Husten, Niesen etc.) übertragene Viruserkrankung, die aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit vor allem im Kindesalter vorkommt. Mumps zählt zu den Kinderkrankheiten und tritt ganzjährig auf. Ein umgangssprachlicher Name für Mumps lautet "Ziegenpeter".

Bei Mumps kommt es neben Abgeschlagenheit, Fieber und anderen allgemeinen Krankheitssymptomen in erster Linie zur Entzündung meist beider Ohrspeicheldrüsen, wodurch die typischen "Hamsterbacken" entstehen. In etwa einem Drittel der Mumps-Infektionen verläuft die Erkrankung mit sehr leichten oder gar keinen spürbaren Symptomen. Vor allem im Kindesalter verläuft Mumps in der Regel harmlos und Komplikationen sind selten.

Wenn sich Jungen beziehungsweise Männer nach der Pubertät mit dem Mumps-Virus infizieren, kann es allerdings die Hoden befallen. Als Spätfolge dieser Hodenentzündung kommt es in seltenen Fällen zu einer Unfruchtbarkeit. Nach überstandener Krankheit sind Betroffene lebenslang gegen das Virus immun.

Eine direkte Therapie gegen das Mumps-Virus steht nicht zur Verfügung. Es folgt deshalb eine sogenannte symptomatische Therapie, welche die Symptome bekämpft und lindern soll. Warme Ölverbände auf den Ohrspeicheldrüsen können ebenso helfen wie gute Mundpflege und breiige Speisen. Besonders wichtig ist es, Komplikationen zu behandeln, wenn diese auftreten. Dazu können neben der Hodenentzündung auch eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) gehören.

Um einer Ansteckung mit Mumps vorzubeugen, ist eine Schutzimpfung sinnvoll. Sie besteht aus einem sogenannten Lebendimpfstoff (aktive Impfung mit einem abgeschwächten Erreger), den die Kinder üblicherweise in zwei Schritten und in Kombination mit einem Masern- und Röteln-Impfstoff (MMR), eventuell zusätzlich noch mit einem Windpockenimpfstoff (MMRV), erhalten: Die erste Impfung sollte zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat stattfinden. Die zweite zwischen dem 15. und 23. Monat. Die entstehende Immunität hält für Jahrzehnte bis lebenslang. Das gleichzeitige Impfen mit einem Impfstoffserum gegen Windpocken (Varizellen) und dem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfstoff) sollte an verschiedenen Körperstellen erfolgen.

Für bestimmte Personenkreise sind Mumps-Impfungen auch im Erwachsenenalter empfohlen. Wer zum Beispiel im Krankenhaus, Pflegeheim oder auch in einer Schule arbeitet, sollte seinen Impfstatus überprüfen lassen und sich gegebenenfalls gegen Mumps nachimpfen lassen.

Mumps: Video






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