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Stand: 31. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Mumps (Parotitis epidemica) ist eine durch Tröpfcheninfektion (z.B. beim Husten, Niesen etc.) übertragene Viruserkrankung, die aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit vor allem im Kindesalter vorkommt – Mumps zählt zu den Kinderkrankheiten. Außerdem tritt sie gehäuft in der kalten Jahreszeit auf. Ein umgangssprachlicher Name für Mumps ist "Ziegenpeter".
Bei Mumps kommt es neben Abgeschlagenheit, Fieber und anderen allgemeinen Krankheitssymptomen in erster Linie zur Entzündung der Ohrspeicheldrüsen, wodurch die typischen "Hamsterbacken" entstehen. Im Kindesalter verläuft Mumps in der Regel harmlos und Komplikationen sind selten. Wenn das Mumps-Virus nach der Pubertät die Hoden infiziert, kann es eine Zeugungsunfähigkeit verursachen.
In etwa einem Drittel der Mumps Infektionen verläuft die Erkrankung mit sehr leichten oder gar keinen spürbaren Symptomen. Nach überstandener Krankheit sind Betroffene lebenslang gegen das Virus immun.
Eine direkte Therapie gegen das Mumps-Virus wird in der Regel nicht eingesetzt. Es folgt deshalb eine sogenannte symptomatische Therapie, welche die Symptome bekämpft und lindern soll. Warme Ölverbände auf den Ohrspeicheldrüsen können ebenso helfen wie gute Mundpflege und breiige Speisen. Besonders wichtig ist es mögliche Komplikationen zu behandeln, wenn diese auftreten. Das können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) oder auch eine Hodenentzündung sein.
Es ist eine sehr wirksame Schutzimpfung verfügbar, die vor einer Infektion mit Mumps schützt. Es ist ein sogenannter Lebendimpfstoff (aktive Impfung mit einem abgeschwächten Erreger) der üblicherweise Kindern zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat in Kombination mit einer Masern- und Röteln-Impfung verabreicht wird. Eine zweite Impfung erfolgt dann im Alter zwischen 15 und 23 Monaten. Die entstehende Immunität hält für Jahrzehnte bis lebenslang.
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