Morbus Osler: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2014)

Bei Morbus Osler zielt die Therapie darauf ab, die Symptome zu lindern – es ist jedoch nicht möglich, die Ursache der Erbkrankheit zu beheben. Welche Behandlung im Einzelfall zum Einsatz kommt, richtet sich nach den jeweils vorhandenen Beschwerden.

Wenn der Morbus Osler bei Ihnen Nasenbluten verursacht, können Sie die Blutung mit Nasentamponaden stoppen. Eine weitere Möglichkeit, gegen häufiges Nasenbluten vorzugehen, bietet die Lasertherapie: Sie besteht darin, die erweiterten Gefäße mit einem Laser zu veröden. Diese Behandlungsmaßnahme ist jedoch oft nur kurzfristig erfolgreich.

Einen langfristigen Erfolg gegen das Nasenbluten kann eine Hauttransplantation bringen: Dabei ersetzt der Arzt die vom Morbus Osler befallene Nasenschleimhaut durch Haut von einer anderen Körperregion, zum Beispiel vom Oberschenkel. In gewissem Rahmen können Sie dem Nasenbluten auch vorbeugen, indem Sie Ihre Nase regelmäßig mit Cremes behandeln, welche die Schleimhaut vor Verletzungen schützen.

Auch wenn der Morbus Osler bei Ihnen zu Magen-Darm-Blutungen führt, kann die Therapie darin bestehen, einzelne Stellen mit Laser zu behandeln. Wenn Sie Beschwerden haben, die durch ausgedehnte Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen in inneren Organen bedingt sind, kann Ihr Arzt versuchen, die Gefäßverbindungen angiographisch (z.B. durch Einbringen von Metallspiralen) zu verschließen. Klappt dies nicht, besteht die einzige Behandlungsmöglichkeit häufig nur darin, die betroffenen Bereiche in einer Operation zu entfernen.

Haben Sie infolge der bei Morbus Osler häufigen Blutungen eine Blutarmut (Anämie) entwickelt, ist es ratsam, diese zum Beispiel durch Eisenpräparate zu behandeln. In schwerwiegenden Fällen kann der Morbus Osler auch Bluttransfusionen zur Therapie notwendig machen.


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