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Morbus Crohn

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (02. Juni 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Morbus Crohn ist eine chronische Entzündung des Verdauungstrakts, wobei meistens der Übergangsbereich vom Dünndarm zum Dickdarm entzündet ist. Typischerweise verläuft die chronische Darmentzündung in Schüben. Die wichtigsten Symptome von Morbus Crohn sind Durchfälle und krampfartige Schmerzen, vor allem im rechten Unterbauch.

Weitere bei Morbus Crohn vorkommende Symptome sind zum Beispiel Gewichtsverlust, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Blutarmut (Anämie) und eine Zunahme der weißen Blutkörperchen (Leukozytose). Damit ist Morbus Crohn einer anderen chronisch-entzündlichen Darmerkrankung sehr ähnlich: der Colitis ulcerosa. Bei Letzterer bleibt die Entzündung allerdings meist auf den Dickdarm beschränkt, während beim Morbus Crohn alle Abschnitte des Magen-Darm-Trakts entzündet sein können – einschließlich der Speiseröhre.

Worin Morbus Crohn seine Ursachen hat, ist nicht genau bekannt; als mögliche Auslöser gelten zum Beispiel:

Um Morbus Crohn zu diagnostizieren, sind Laboruntersuchungen, Röntgenbilder, Ultraschall- und vor allem eine Darmspiegelung wichtig. Zur Therapie von Morbus Crohn kommen in erster Linie Medikamente zum Einsatz, um:

  • den typischen Durchfall zu hemmen,
  • die Entzündung zu bekäm
  • pfen (z.B. mit Kortison) und
  • das Immunsystem zu unterdrücken.

Begleitend kann eine psychosomatische Betreuung sinnvoll sein. Zudem spielt bei Morbus Crohn die Ernährung eine wichtige Rolle. Im weiteren Verlauf kann Morbus Crohn auch wiederholt Operationen notwendig machen. Wie die Behandlung im Einzelnen aussieht, richtet sich nach dem Schweregrad der Darmerkrankung.

Die meisten Menschen mit Morbus Crohn sind durch die Therapie beschwerdefrei. Eine vollständige Heilung der chronisch-entzündlichen Erkrankung ist bisher jedoch nicht möglich.



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