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Morbus Basedow (Basedow-Krankheit)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (19. Oktober 2012)

Morbus Basedow (Basedow-Krankheit) ist eine Schilddrüsenerkrankung, bei der es zu einer übermäßigen Produktion von Schilddrüsenhormonen (Schilddrüsenüberfunktion) kommt. Schuld daran ist das eigene Immunsystem, das bei den Betroffenen Antikörper gegen die Schilddrüse bildet – diese regen die Schilddrüse zur Hormonproduktion an.

Als Folge steigt bei Morbus Basedow die Konzentration an Schilddrüsenhormonen deutlich an. Da Schilddrüsenhormone auf zahlreiche Körperfunktionen Einfluss nehmen, kann sich die Basedow-Krankheit bei den Betroffenen über ganz unterschiedliche Symptome bemerkbar machen: Die Beschwerden, die im Rahmen der Basedow-Krankheit auftreten können, reichen von

Man sieht eine Ärztin, die bei einer Patientin eine Schilddrüsensonographie durchführt.

Eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse kann bei der Diagnosestellung helfen.

Bei etwa der Hälfte aller Morbus-Basedow-Patienten treten außerdem Veränderungen an den Augen auf (sog. endokrine Orbitopathie). In den meisten Fällen handelt es sich jedoch nur um eine milde Form, die sich häufig sogar von selbst zurückbildet.

Nur bei etwa 20 bis 30 Prozent der Betroffenen mit einer Augenbeteiligung kommt es zu schweren Formen, die das Aussehen verändern können: Die Augäpfel treten je nach Ausmaß unterschiedlich stark hervor und unter Umständen lassen sich die Lider dadurch schlechter schließen. Als Folge kann es zu verschiedenen Augenbeschwerden wie etwa trockenen Augen, Fremdkörpergefühl und Rötungen kommen. Da eine Augenbeteiligung häufig auch von anderen wahrnehmbar ist und sich das eigene Aussehen möglicherweise dadurch verändert, kann dies bei den Betroffenen auch zu psychischen Belastungen führen.

Ziel der Therapie bei Morbus Basedow ist es vor allem, die übermäßige Produktion von Schilddrüsenhormonen zu stoppen und die jeweiligen Beschwerden zu lindern. Dies ist zum Beispiel mithilfe von schilddrüsenhemmenden Medikamenten (sog. Thyreostatika) möglich.

Lässt sich dadurch keine Besserung des Morbus Basedow erzielen oder kommt es zu Rückfällen, besteht außerdem die Möglichkeit, die Schilddrüse ganz oder größtenteils operativ zu entfernen oder über eine Radiojodtherapie gezielt zu zerstören. In beiden Fällen müssen die Betroffenen anschließend täglich Schilddrüsenhormone als Tabletten einnehmen, um den Ausfall der Schilddrüse auszugleichen und eine normale Hormonkonzentration zu erreichen.






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