Anzeige

Anzeige

Melanom (schwarzer Hautkrebs)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

Das Melanom (auch schwarzer Hautkrebs genannt) ist seltener als weißer Hautkrebs, aber auch bösartiger (bzw. maligner). Darum ist Hautkrebsvorsorge so wichtig: Das A und O hierbei sind ausreichender Sonnenschutz und die Früherkennung (z.B. das Hautkrebs-Screening).

Schwarzer Hautkrebs hat verschiedene Ursachen. Wichtige Risikofaktoren für ein malignes Melanom sind:

  • die übermäßige Einwirkung von Sonnenstrahlung beziehungsweise UV-Strahlen, vor allem häufiger Sonnenbrand in der Kindheit,
  • ein heller Hauttyp,
  • große angeborene Leberflecke (kongenitale Nävi),
  • eine familiäre Vorbelastung (d.h. weitere Fälle von schwarzem Hautkrebs in der Familie) und
  • eine geschwächte Immunabwehr (z.B. durch Infektionen wie HIV oder durch Medikamente).

In der Regel entsteht ein malignes Melanom aus Pigmentzellen der Haut. Oft ähnelt der Tumor einem sehr dunklen Leberfleck. In seltenen Fällen kann schwarzer Hautkrebs auch im Auge (z.B. als Aderhautmelanom) oder auf der Schleimhaut auftreten.

Schon anhand seiner äußeren Symptome ist schwarzer Hautkrebs oft zu erkennen. Dabei gilt die sogenannte ABCDE-Regel als Faustregel, um zu unterscheiden, ob ein Hautfleck harmlos oder vielleicht doch ein Melanom ist (A steht für Asymmetrie, B für Begrenzung, C für Colorit bzw. Farbe, D für Durchmesser und E für Erhabenheit):

  • Ein Melanom ist typischerweise asymmetrisch,
  • unscharf und unregelmäßig begrenzt,
  • unterschiedlich gefärbt (rötlich, braun, schwarz oder grau, selten weißlich),
  • nimmt langsam an Größe zu
  • und kann erhaben sein (d.h. leicht über die Hautoberfläche hinausragen).
Das Bild zeigt die Großaufnahme eines Melanoms.

Fortgeschrittenes malignes Melanom: Die Symptome entsprechen der ABCDE-Regel. © Neufried/OKAPIA

Nicht alle Melanome sehen jedoch gleich aus: Schwarzer Hautkrebs tritt in verschiedenen Formen auf. Die wichtigsten Melanom-Typen sind:

  1. Oberflächlich (= superfiziell) spreitendes Melanom (SSM): Diese häufige Form von schwarzem Hautkrebs bildet an der Oberfläche der Haut flache, unregelmäßig geformte Herde, die schwarz, grau, blau, braun bis weiß gefärbt sind. Manchmal entwickelt sich aus solchen Melanomen erst nach Jahren eine knotige Hautveränderung, die dann einen leichten Randwall haben kann und dazu neigt, in die Höhe zu wachsen.
  2. Knotiges (= noduläres) Melanom: Ein noduläres malignes Melanom wölbt sich halbkugelig über die Hautoberfläche hinaus und ist graubraun bis rötlich-blauschwarz.
  3. Lentigo-Maligna-Melanom: Ein solcher schwarzer Hautkrebs tritt besonders bei älteren Menschen im Gesicht auf. Die zunächst flachen, später knotigen Hautkrebs-Herde sind braun (gelegentlich schwarz gefleckt) und unscharf begrenzt.
  4. Akrolentiginöses Melanom: Dieser in Europa weniger häufige Melanom-Typ tritt an Hand- und Fußflächen und im Nagelbereich auf. Im Frühstadium bildet er braune bis braunschwarze Flecke, die später nässen und bluten können.

Sehr selten tritt schwarzer Hautkrebs in einer weiteren Form auf: als sogenanntes amelanotisches Melanom, das nicht gefärbt und daher besonders schwer zu erkennen ist.

Oft vergeht viel Zeit, bis schwarzer Hautkrebs weitere Symptome neben den Hautveränderungen verursacht. Mögliche zusätzliche Anzeichen für ein malignes Melanom sind:

  • Juckreiz und Blutungen an Pigmentflecken
  • eine dunkle Verfärbung und/oder plötzliche Ablösung eines Nagels

Hautkrebs: Video

Bei möglichen Hautkrebs-Anzeichen ist eine schnelle Untersuchung durch einen Hautarzt wichtig, denn: Im Anfangsstadium hat schwarzer Hautkrebs hohe Heilungschancen – unbehandelt wächst der Hauttumor aber weiter und neigt stark dazu, zu streuen (d.h. Tochtergeschwulste bzw. Metastasen zu bilden).

Je früher es gelingt, schwarzen Hautkrebs zu erkennen und zu behandeln, desto besser ist also die Prognose!
Daher ist es auch allgemein empfehlenswert, die Möglichkeit der Hautkrebs-Früherkennung (sog. Hautkrebs-Screening) zu nutzen, auf die jeder ab 35 alle zwei Jahre Anspruch hat. Für Menschen mit erhöhtem Melanom-Risiko ist es ratsam, sich einmal jährlich untersuchen zu lassen.

Der erste Schritt zur Therapie besteht bei einem Melanom in der Regel darin, den Tumor operativ zu entfernen. Die weitere Hautkrebs-Behandlung richtet sich nach dem Krankheitsstadium.



Anzeige