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Mausarm (RSI-Syndrom, Repetitive Strain Injury)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. März 2016)

© Jupiterimages/Stockbyte

Wer regelmäßig viele Stunden vor dem Computer verbringt, kennt vielleicht das Problem: Ein Mausarm kann entstehen – fachsprachlich RSI-Syndrom oder Repetitive Strain Injury genannt. Jahrelange immer gleiche Tätigkeiten an der Maus und Tastatur können dazu führen, dass winzige Verletzungen an den beteiligten Muskeln und Sehnen entstehen – und als Folge davon ein schmerzhafter Mausarm.

Ein Mausarm beginnt meist schleichend und entwickelt sich über Jahre. Zunächst macht sich ein Mausarm durch ein leichtes Ziehen oder Kribbeln im Finger, im Unterarm oder am Handgelenk bemerkbar, wenn man lange am PC gearbeitet hat. Im Laufe der Zeit können die Schmerzen zunehmen und sogar in Ruhe auftreten.

Ähnliche Entstehungsmechanismen finden sich auch bei anderen Krankheiten wie der Sehnenscheidenentzündung am Unterarm und dem Golferellenbogen oder Tennisarm: Wie beim Mausarm sind in diesen Fällen ganz bestimmte Schädigungen auf spezielle wiederholte Bewegungen zurückzuführen.

Wissenswertes:

Die englische Bezeichnung für den Mausarm – Repetitive Strain Injury – bedeutet übersetzt Verletzung durch wiederholte Belastung, denn: Als Ursache für den Mausarm gelten vor allem wiederholte (repetitive) schnelle, gleichförmige Bewegungen, die – verstärkt durch ungünstige Kraft- und Haltungsanforderungen – das betroffene Gewebe schädigen.

Der Begriff "Mausarm" ist daher etwas irreführend. Denn nicht nur die Arbeit am Computer, sondern auch andere Tätigkeiten (wie Fließbandarbeit) können einen Mausarm verursachen.

Typische Mausarm-Symptome sind

  • Schmerzen,
  • Missempfindungen und
  • ein Kraftverlust der betroffenen Hände oder Arme, deren Beweglichkeit eingeschränkt sein kann.

Im Anfangsstadium treten die RSI-Beschwerden meist erst auf, wenn man die ursächlichen Arbeitsbewegungen länger ausübt. Im fortgeschrittenen Stadium kann der Mausarm schon bei geringen, sich wiederholenden Handbewegungen in Alltagssituationen Probleme bereiten. Das RSI-Syndrom klingt erst nach mehrwöchiger Unterbrechung der Arbeit völlig ab. Nehmen die Betroffenen ihre Arbeit dann wieder auf, dauert es jedoch oft nur wenige Minuten bis Stunden, bis die RSI-Beschwerden erneut auftreten.

Einen Mausarm dauerhaft zu heilen, gelingt daher in der Regel nur, wenn sich die Bedingungen am Arbeitsplatz ändern und die Betroffenen neue Bewegungsstrategien erlernen. Für die Mausarm-Behandlung ist es grundsätzlich nötig, den Arbeitsplatz ergonomisch günstig zu gestalten. Zusätzliche Hilfe bei einem Mausarm bieten physiotherapeutische Übungen sowie Entspannungstechniken.

Medikamente oder eine kurzfristige Schonung der betroffenen Gliedmaßen helfen bei einem Mausarm nur selten. Wer trotz Mausarm weiterhin Tag für Tag am Computer arbeitet, der riskiert, dass die anfänglichen Beschwerden chronisch verlaufen.



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