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Masern

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (23. Februar 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Masern zählen zu den klassischen Kinderkrankheiten, können aber auch bei Erwachsenen auftreten. Typisch für die Erkrankung: Sie verläuft in zwei Stadien – einem grippeähnlichen Vorstadium und einem Hauptstadium, das mit Hautausschlag einhergeht. Einen wirksamen Schutz bietet die Masernimpfung.

Masern zeigen sich typischerweise durch einen dunkelroten, großfleckigen, unregelmäßig begrenzten Hautausschlag (Exanthem). Er beginnt hinter den Ohren, breitet sich dann über Gesicht und Hals aus und bedeckt nach drei Tagen auch den Rumpf, die Arme und die Beine.

Aber schon bevor der Ausschlag auftritt, klagen viele Patienten über Beschwerden wie:

Zudem können weißliche Flecken an der Mundschleimhaut sichtbar sein. Im Verlauf der Infektion kommt es meist zweimal zu sehr hohem Fieber. Wer einmal eine Masernerkrankung durchgemacht hat, ist lebenslang immun gegen die Viren.

Ein Mädchen mit Masern. © Okapia

Mädchen mit Masern (© Ulrich Niehoff/Imagebroker/OKAPIA)

Es gibt bislang keine ursächliche Therapie gegen die Masernviren. Daher besteht die Behandlung vor allem darin, die Symptome zu lindern. Masern können zu Komplikationen wie einer Mittelohrentzündung oder einer Lungenentzündung führen, die sich in der Regel gut behandeln lassen. In etwa 1 von 1.000 Fällen kommt es zu einer lebensbedrohlichen Hirnentzündung (Masern-Enzephalitis).

Die Masernviren gelangen über eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch – also etwa durch Husten oder Niesen. Kinder und Erwachsene, die nicht geimpft sind, sollten den Kontakt zu an Masern erkrankten Personen meiden. So lässt sich eine Ansteckung verhindern.

Besteht der Verdacht, dass sich eine gesunde, nicht gegen Masern geimpfte Person mit dem Erreger infiziert hat, kann durch eine rechtzeitige Masernimpfung verhindert werden, dass die Krankheit ausbricht (sog. Postexpositionsprophylaxe, PEP). Hatte eine abwehrgeschwächte oder chronisch kranke Person Kontakt zu einem Maserninfizierten, verordnen Ärzte vorbeugend humanes Immunglobulin (vom Menschen gewonnene Antikörper), die den Ausbruch der Masern verhindern können.

Die ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts (STIKO) geht davon aus, dass ein vollständiger Impfschutz gegen Masern erst nach zweimaliger Impfung wahrscheinlich ist. Ihren Empfehlungen zufolge sollte

  • die erste Impfung im Alter von 11 bis 14 Monaten erfolgen,
  • die zweite Impfung vier bis sechs Wochen nach der Erstimpfung.

Meist erfolgt die Masernimpfung mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR-Impfung) oder zusätzlich auch gegen Windpocken (MMRV-Impfung).

Die Impfkommission empfiehlt Erwachsenen eine einmalige Masernimpfung, sofern sie nach 1970 geboren sind und ...

  • ... bisher keine Impfung erhalten haben oder
  • ... deren Impfstatus unklar ist oder
  • ... in ihrer Kindheit nur eine Impfung erhalten haben.
Im Jahr 2013 gab es in Deutschland 1.773 gemeldete Masernfälle. Mithilfe der Masernimpfung lässt sich der stark ansteckenden Virusinfektion jedoch gut vorbeugen.

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