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Altersbedingte Makuladegeneration (altersabhängige Makuladegeneration, AMD)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (09. Oktober 2012)

Die altersbedingte Makuladegeneration (altersabhängige Makuladegeneration, AMD) tritt meist erst nach dem 60. Lebensjahr auf und beeinträchtigt zunehmend das Sehen im zentralen Sehbereich. Doch selbst wenn beide Augen betroffen sind, führt die Augenerkrankung nicht zur völligen Erblindung: Die Orientierung im Raum bleibt erhalten.

Der Grund: Die altersabhängige Makuladegeneration wirkt sich nur auf die Mitte der Netzhaut aus – die auch als gelber Fleck bezeichnete Makula. Die restliche Netzhaut ist von der Degeneration nicht betroffen, sodass das Sehvermögen im äußeren Gesichtsfeld (d.h. im Randbereich dessen, was das Auge beim Blick in eine feste Richtung sieht) trotz AMD erhalten bleibt. Da die Makula aber für das scharfe Sehen zuständig ist, verursacht die altersbedingte Makuladegeneration typischerweise folgende Symptome:

  • verschlechterte Sehschärfe
  • verzerrtes Sehen
  • vermindertes Kontrastsehen

Im Endstadium macht die altersbedingte Makuladegeneration bestimmte Tätigkeiten wie Lesen und Autofahren unmöglich. Wie schnell der Verlust der zentralen Sehschärfe fortschreitet, hängt davon ab, in welcher Form die altersabhängige Makuladegeneration vorliegt:

  • Die trockene Makuladegeneration ist (mit etwa 85 Prozent der Fälle) die häufigere und langsam fortschreitende AMD-Form.
  • Die feuchte Makuladegeneration ist seltener, schreitet aber schneller fort.

Als verantwortlich für den Sehverlust gelten Ablagerungen unter der Netzhaut, welche die Funktion der Makula zunehmend beeinträchtigen. Worin genau die altersabhängige Makuladegeneration ihre Ursachen hat, ist allerdings nicht ganz klar. Bekannt ist jedoch, dass einige Faktoren wie Rauchen und hoher Blutdruck die AMD begünstigen.

Um die altersbedingte Makuladegeneration zu diagnostizieren, erfolgt eine augenärztliche Untersuchung: Bestimmte Veränderungen am Augenhintergrund zeigen, ob eine Makuladegeneration vorliegt. Auch ein einfacher Test mit dem sogenannten Amsler-Gitter kann früh auf eine mögliche Degeneration der Makula hinweisen.

Die gegen eine altersbedingte Makuladegeneration eingesetzte Therapie kann zum Beispiel in einer Laserbehandlung, Medikamenten oder einer Operation bestehen. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt vor allem von der Form der Makuladegeneration (trocken oder feucht) ab. Jede Behandlung kann das Fortschreiten der Makuladegeneration unter Umständen stoppen oder zumindest verlangsamen; außerdem können vergrößernde Sehhilfen bei altersbedingter Makuladegeneration oft die Lesefähigkeit verbessern. Eine völlige Heilung der Augenkrankheit ist jedoch nicht möglich.

Makuladegeneration: Video

Daher ist es besonders empfehlenswert, die altersbedingte Makuladegeneration nicht auch noch durch vermeidbare Risikofaktoren zu fördern, sondern auf Tabakkonsum zu verzichten und den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Da UV-Strahlung als möglicher weiterer Risikofaktor für die Entstehung der AMD gilt, ist es auch wichtig, die Augen bei besonders hellem Licht (z.B. am Strand oder in den Bergen) durch eine Sonnenbrille zu schützen. Zur Gesunderhaltung der Netzhaut und somit zum Schutz vor der altersabhängigen Makuladegeneration ist außerdem eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse ratsam.






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