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Magengeschwür (Ulcus ventriculi)

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (18. Juni 2013)

Bei einem Magengeschwür (Ulcus ventriculi) ist die Magenschleimhaut an einer Stelle beschädigt. Ein Magengeschwür, häufig einfach als "Ulkus" bezeichnet, entsteht zumeist, wenn die Magenschleimhaut nicht mehr ausreichend gegen die aggressive Magensäure geschützt ist.

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 50 von 100.000 Menschen an einem Magengeschwür, das in der Fachsprache auch Ulcus ventriculi heißt. Meist sind die Betroffenen älter als 50 Jahre.

Zu den Ursachen eines Ulcus ventriculi zählen vor allem eine erhöhte Produktion von Magensäure, gestörte Magenbewegungen und das Bakterium Helicobacter pylori. Auch bestimmte Medikamente (z.B. Acetylsalicylsäure, Kortisonpräparate), Stress und das sogenannte Zollinger-Ellison-Syndrom (eine krankhafte Überproduktion des Hormons Gastrin) kommen als Auslöser infrage.

Nikotin- und Alkoholmissbrauch begünstigen das Entstehen eines Ulcus ventriculi. Ein Magengeschwür kann sich außerdem aus einer Magenschleimhautentzündung entwickeln.

Bei einem Magengeschwür können unter anderem Symptome auftreten wie:

Zur Diagnose eines Magengeschwürs dient in der Regel eine Magenspiegelung (Gastroskopie). Bei dieser Untersuchung entnimmt der Arzt meist auch eine Gewebeprobe (Biopsie) der betroffenen Stelle.

Die Therapie eines Ulcus ventriculi beruht auf verschiedenen säurehemmenden Medikamenten und führt in über 90 Prozent der Fälle zur Heilung. In manchen Fällen – etwa wenn Komplikationen wie Magenblutungen oder ein Durchbruch des Magengeschwürs durch die Magenwand auftreten – ist eine Operation notwendig.

Personen, bei denen ein Magengeschwür häufiger auftritt, können gegebenenfalls mit entsprechenden Medikamenten dagegen vorbeugen. Es kann außerdem sinnvoll sein, auf magenreizende Nahrungs- und Genussmittel zu verzichten – zum Beispiel auf scharfe und sehr heiße Speisen, Kaffee oder hochprozentigen Alkohol.






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