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Lymphödem

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. August 2013)

Beim Lymphödem schwillt der betroffene Körperteil an und ist sichtlich prall mit Flüssigkeit gefüllt. Grund für die Schwellung ist eine Stauung der Flüssigkeit in den Lymphbahnen (der sog. Lymphe). Ein solcher Lymphstau kann entstehen, wenn der Lymphtransport gestört ist.

Meistens tritt ein Lymphödem am Arme oder Bein auf, seltener auch an Kopf, Hals, Rumpf oder Genitalien. Die Schwellung ist in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden. Ein Lymphödem kann verschiedene Ursachen haben – je nachdem, welche das sind, unterscheidet man primäre und sekundäre Lymphödeme, deren Symptome teils unterschiedlich sind:

Ein primäres Lymphödem hat erbliche Ursachen (dann tritt es in Familien gehäuft auf) oder entsteht ohne erkennbaren Grund (dann tritt es nur vereinzelt auf). Oft breiten sich primäre Lymphödeme beidseitig von den Zehen und dem Fußrücken über die Knöchelregion zum Unter- und schließlich Oberschenkel aus (d.h., sie steigen auf bzw. aszendieren). Zu den weiteren typischen Anzeichen gehören die Kastenzehen (d.h., die Zehen nehmen bei Druck eine viereckige Form an), das Stemmer-Zeichen (d.h., die Haut am Fußrücken lässt sich nicht als Falte abheben) und tief einschneidende Querfalten an den Zehen. Wenn sich das Lymphödem auf die Beine ausbreitet, kann das gesamte Bein seine Form verändern (Elephantiasis).

Ein sekundäres Lymphödem erwirbt man erst im Lauf des Lebens als Folge einer Krankheit, Verletzung oder ähnlichen Störung. Häufig entstehen sekundäre Lymphödeme durch eine Operation (z.B. eine Brustkrebsoperation). Aber auch Strahlenbehandlungen, bestimmte Formen von Krebs (wie Morbus Hodgkin oder manche Leukämien), aufgestautes venöses Blut, eine Entzündung der Lymphbahnen oder Parasiten können ein Lymphödem verursachen. In der Regel treten sekundäre Lymphödeme einseitig auf, wobei sie sich meist von der Achsel in Richtung Hand oder der Leiste in Richtung Fuß ausbreiten (d.h., sie wandern nach unten bzw. deszendieren). Vorfuß und Zehen sind dabei nicht betroffen.

Die gegen ein Lymphödem eingesetzte Behandlung zielt in erster Linie darauf ab, für eine Entstauung zu sorgen. Dabei macht ein primäres Lymphödem eine umfassendere Therapie notwendig als ein erworbenes. Beim erworbenen Lymphödem hängt die Aussicht auf Heilung stark von der auslösenden Ursache ab.






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