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Lungenembolie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Juli 2014)

Bei einer Lungenembolie verschließt ein verschlepptes Blutgerinnsel teilweise oder vollständig ein Gefäß der Lunge. Ausgangspunkt des Blutgerinnsels ist in neun von zehn Fällen ein Gefäßverschluss (Thrombose) einer Vene des Beckens oder eines Beins.

Längere Bettruhe oder Bettlägerigkeit, gewisse Operationen, schwere Verletzungen, Krebserkrankungen und ein hohes Lebensalter können unter anderem begünstigen, dass eine Lungenembolie entsteht. Diese Risikofaktoren einer Thrombose erhöhen auch das Risiko für eine Lungenembolie. Je nach Größe des verschlossenen Gefäßes kann eine Lungenembolie ohne Symptome (bei sehr kleinen Gefäßen), mit deutlichen Beschwerden oder sogar tödlich verlaufen.

Die Art der Beschwerden einer Lungenembolie hängt zum einen davon ab, wie groß das eingeschwemmte Gerinnsel ist und zum anderen, welche Gefäße der Lunge es verschließt. Bei einer größeren Lungenembolie setzen die Symptome schlagartig ein und der Betroffene fühlt sich plötzlich krank. Die Beschwerden treten einzeln oder kombiniert auf, typisch sind:

Häufig äußern sich diese Symptome wiederholt, da eine Lungenembolie oft in Schüben auftritt.

Besteht der Verdacht auf Lungenembolie, gilt es, diesem umgehend nachzugehen. Denn nur eine zeitnahe Diagnose und eine umgehend eingeleitete Therapie verbessern die Aussichten auf einen weniger schweren Verlauf der Erkrankung.

Da bei einer Lungenembolie die Symptome vielfach flüchtig und nicht eindeutig sind, fällt es mitunter schwer, schnell die richtige Diagnose zu stellen. Besonders bei bettlägerigen Menschen können Anzeichen für eine Thrombose fehlen. So kommt es, dass bei ihnen eine Lungenembolie nicht oder erst zeitlich verzögert als Ursache für bestimmte Symptome erwogen wird.

Eine Lungenembolie während der Schwangerschaft oder im Wochenbett stellt ein großes Risiko für die Mutter dar. Komplikationen lassen sich verhindern, indem jeder Hinweis auf eine Thrombose oder Lungenembolie sehr ernst genommen wird und sich eine umfassende Diagnostik und rasche Therapie anschließt. Lungenembolien zählen zu den häufigsten Ursachen für mütterliche Sterblichkeit in den Industrienationen.

Selten kommen außer einem Blutgerinnsel andere über die Blutbahn verschleppte Gebilde als Ursache einer Lungenembolie infrage: Gewebeteile (z.B. Teile eines Tumors), Fruchtwasser, Luftblasen oder Fetttröpfchen.

Lungenembolie: Video

Bei einer Lungenembolie hängt die Therapie vom Schweregrad der Erkrankung ab. Oberstes Ziel der Behandlung: zu verhindern, dass eine weitere Embolie auftritt. Medikamente mit dem Wirkstoff Heparin (ein Gerinnungshemmer) verhindern, dass sich das Blutgerinnsel in den Becken- oder Beinvenen vergrößert und sich nicht erneut Teile des Blutgerinnsels lösen und weitere Embolien verursachen. Diese Art der Vorbeugung bezeichnen Mediziner als Rezidivprophylaxe.

Bei schweren Lungenembolien kommen zusätzlich Medikamente zum Einsatz, die den Verschluss in der Lunge auflösen und somit dafür sorgen, dass das Blut in dem Gefäß wieder unbehindert fließen kann (sog. Lyse-Therapie). Im weiteren Verlauf der Behandlung bekommen Betroffene ein weiteres blutverdünnendes Mittel aus der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten (Gegenspieler des Vitamin K): den Wirkstoff Phenprocoumon. Diese sogenannte Cumarintherapie erfolgt in Form von Tabletten (sog. orale Antikoagulation).

Wichtigste Maßnahme, um einer Lungenembolie vorzubeugen, ist eine wirksame Thromboseprophylaxe. Dazu gehört unter anderem,

  • die Einnahme von Medikamenten,
  • dass sich der Patient mit Hilfe seines Physiotherapeuten nach Operationen oder längerer Zeit der Bettlägerigkeit wieder bewegt und
  • das Tragen von Antithrombosestrümpfen.





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