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Listeriose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. April 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Listeriose ist eine durch bestimmte Bakterien – sogenannte Listerien – verursachte Infektionskrankheit. Für gesunde Erwachsene ist die Infektion mit Listerien meist harmlos, aber in der Schwangerschaft oder bei einer Abwehrschwäche kann sie sich schwerwiegend auswirken.

Listerien kommen in der Natur häufig vor. Die Übertragung der Listerien geschieht vorwiegend über verseuchte Lebensmittel: Vor allem rohe Tierprodukte (Milch, Käse, Fleisch, Fisch) können zu Listeriose führen, aber auch verunreinigte pflanzliche Lebensmittel (z.B. vorgeschnittener Salat). Daneben ist eine Ansteckung durch Kontakt mit verunreinigter Erde sowie in der Schwangerschaft über die Plazenta oder bei der Geburt möglich.

Menschen mit funktionierender Immunabwehr können damit rechnen, dass eine Listerien-Infektion ohne Symptome oder zumindest milde verläuft. Eine milde Listeriose kann grippeähnliche Symptome verursachen. Wer mit Listerien verseuchte Lebensmittel isst, kann danach außerdem eine schwere Magen-Darm-Entzündung entwickeln, die jedoch von selbst wieder verschwindet.

Dagegen kann die Listeriose in der Schwangerschaft oder bei einem geschwächten Immunsystem sehr schwerwiegend sein: Wenn sich ein ungeborenes Kind bei seiner mit Listerien infizierten Mutter ansteckt, kann eine Fehlgeburt, Totgeburt oder eine (ebenfalls nicht selten tödlich endende) Neugeborenen-Listeriose die Folge sein. Eine schwer verlaufende Listeriose kann außerdem zu Gehirnhautentzündung (Meningitis), Gehirnentzündung (Enzephalitis) und Blutvergiftung (Sepsis) mit hoher Sterblichkeit führen.

Um die Listeriose sicher zu diagnostizieren, ist der Nachweis der Listerien (z.B. im Blut oder im Fruchtwasser) erforderlich. Zur Behandlung der Listeriose kommen Antibiotika zum Einsatz, die gezielt gegen die Bakterien wirken. Damit die Antibiotika wirklich alle Listerien im Körper abtöten, ist es nötig, sie mehrere Wochen einzunehmen.

Wer ein erhöhtes Risiko für eine schwer verlaufende Listeriose hat, für den ist es besonders wichtig, der Infektion mit Listerien so weit wie möglich vorzubeugen – das bedeutet unter anderem:

  • beim Umgang mit Lebensmitteln auf Hygiene achten und
  • auf möglicherweise mit Listerien verseuchte Nahrung verzichten.


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